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Polen will Krise mit dem Bau von Autobahnen umgehen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 9. Dezember 2008


Autobahn in PolenDer polnische Premier Donald Tusk will alsbald eine seiner neuesten Ideen zur Bewältigung der sich großflächig abzeichnenden Wirtschaftskrise umsetzen. Er ist davon überzeugt dass die steigenden Arbeitslosenzahlen mit dem Bau von Autobahnen und Schnellstraßen aufgefangen werden können und beruft sich hierbei auf die Erfolge der Deutschen in den 30er Jahren und auch der USA in den Fünfzigern als durch gigantische Infrastrukturmaßnahmen unzählige Menschen plötzlich Arbeit fanden. Tusk kann seinen ehrgeizigen Plan allerdings nur peu a peu umsetzen, da erst Mitte 2009 weitere EU Zuschüsse in Höhe von 1,7 Milliarden Euro nach Polen fliessen werden. Auch der Stand der Planungen und Erschliessungen der neuen Autobahnen lassen in 2009 gerade einmal 90 Kilometer Zuwachs realistisch werden. Aber schon in den Jahren 2010-2011 erwartet man den Aufschwung mit bis zu 767 km neuer Autobahnen und Schnellstrassen. Hierzu werden dann tasächlich zehntausende zusätzliche Arbeitskräfte in benötigt. Besser geht es da schon den USA, deren neu gewählter Präsident Barack Obama die dramatisch wachsende amerikanische Arbeitslosigkeit, mit einem Budget von 136 Milliarden Dollar zum Bau von Brücken und Autobahnen stoppen will. Die Planungen hierzu liegen schon überall in den USA seit Jahren in den Schubladen der Architekten und Bauämter herum.

Die polnische Regierung ist davon überzeugt dass Dank der Wirtschafts- Krise die vereinfachten Genehmigungsverfahren für Fördermittel in Brüssel schneller abgearbeitet werden und man dadurch zügiger an´s Geld komme um dieses schleunigst auch Arbeitsplätze- schaffend einsetzen zu können. Nach Angaben von Regierungschef Donald Tusk sollen schon im kommenden Jahr so 5000 weitere Arbeitsplätze im Strassenbau geschaffen werden, welche bis Ende 2011 auf sogar 20 000 neue Jobs anwachsen sollen. Zusätzlich werde man dadurch automatisch auch viele neue Arbeitsplätze in den mit dem Bau verbundenen Zulieferbetrieben hinzugewinnen, die zur Zeit Leute entlassen müssen da die Nachfrage nach Wohneigentum in Polen im Zusammenhang mit der Kreditbremsen der Banken, daramatisch zurückgegangen sei. Experten rechnen allerdings dass alleine in der Immobilienbranche bis Anfang Februar 2009 bis zu 25 000 Menschen ihre Arbeit verlieren werden, also genausoviel wie Donald Tusk bis Ende 2011 aus der Arbeistlosigkeit holen will. Die Regierung in Warschau steht etwas hilflos der sich anbahnenden stark erweiterten Rezession gegenüber, denn man ist etwas sehr naiv der Meinung dass Polen, anders als die meisten EU Länder wie z.B. Deutschland, Frankreich und Großbritannien, keine großen Probleme durch die Ausläufer der weltweiten Finanzkrise haben wird, doch danach sieht es aber wirklich nicht aus.

150 000 polnische Immigranten in England und 100 000 in Irland bereiten sich gerade, nach Angaben von Arbeitsämtern und Umfrageinstituten, auf die schnelle Rückkehr in ihre Heimat vor. Der britische Traum scheint für sie vollends ausgeträumt. In Großbritannien zeigt sich europaweit am deutlichsten wohin der Weg auch für Polen und Deutsche in den kommenden Monaten führen wird. Die Arbeitslosigkeit wächst in ungeahnter Geschwindigkeit. Die Entwicklung hat alles verdreht, denn jetzt suchen Iren und Engländer schon in Polen eine Arbeit, doch auch hier wird es für sie schwer werden. Nur Top Fachkräfte aus dem Ausland haben in Warschau, Breslau oder Posen noch eine Chance dauerhaft Beschäftigung zu finden. Wie die polnische Regierung das kommende Debakel in den Griff bekommen will ist weitestgehends unklar, denn mit dem Beispiel "Hitlers Autobahnen - Ausweg aus der Krise" wird man voraussichtlich wenig ausrichten können. Dieses Geheimnis hatte auch Hitler erst einmal mit ins Grab genommen. Inzwischen weiß man aber dass der Rückgang der Arbeitslosigkeit in den ersten Jahrenim deutschen Hitler Reich sich im Zuge einer allgemeinen wirtschaftlichen Erholung vollzog, die bereits 1932 begonnen hatte. Das Gros der Reichsautobahnen wurde bis Anfang der 40er Jahre von Zwangsarbeitern aus halb Europa gebaut.

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