Das Leben von führenden polnischen Köpfen, hierunter dem amtierenden - und einen Ex- Präsidenten, lag am vergangenen Samstag kurz vor neun Uhr in der Früh, in den Händen eines einzigen russischen Fluglotsen. Ob er betrunken oder nüchtern war, schlechte Laune hatte oder nicht, er war auf jeden Fall in der Lage alle Insassen, durch die Angabe von falschen Informationen, absichtlich oder unabsichtlich mit einem Schlag zu töten. Eine fahrlässige Tötung durch einen mit einem Befehl überforderten Lotsen, scheint nach dem Ergebnis der Recherche von “Polskaweb” zu den Umständen der Katastrophe, ihrer Vorgeschichte und den wenigen offiziellen Ergebnissen von Ermittlungen, in der Quintessenz noch am wahrscheinlichsten zu sein.
Nach Abwägung aller bisher vorhandenen Daten zu der Katastrophe in Smolensk, bestehend aus bedeutenden Widersprüchen des Tower- Personals, diversen Angaben von Augenzeugen, sachlichen Indizien und Bildern eines nicht traurigen, aber unübersichtlich heftig schockierten russischen Premiers Vladimir Putin am Absturzort, zeigen nach Ansicht von “Polskaweb News”, dass der ganze Absturz der Tupolew des polnischen Präsidenten mit 96 Mensche an Bord, zumindest bis zum Augenblick, wahrscheinlich aus dem Plan einer politischen Schikane resultierte, welche die schlimmsten Katastrophe der polnischen Nachkriegs- Geschichte verursachte. Irgendjemand kam in Moskau kam zumindest auf die Idee, den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und seinen Begleitern auf keinen Fall den Weg zu den Feiern zum 70. Jahrestag des Massakers von Katyn freizumachen. Man wusste natürlich genau wo und wann die polnische Delegation am vergangenen Samstag landen wollte. So reifte möglicherweise ein Plan Kaczynski einfach unter einem Vorwand die Landung zu verweigern. Schlechtes Wetter zu melden, schien hierbei erst einmal die cleverste Lösung zu sein.
Auf dem Militärflughafen am Rande von Smolensk ist nie viel los. Am Samstag Morgen meldete sich schon früh eine Yak-40 mit Journalisten aus Warschau zur Landung an. Sie hatten den Auftrag über die Feiern in Katyn zu berichten. Während der Landung konnten einige der Pressevertreter noch eine Iljuschin-76 beobachten, die dabei war in östlicher Richtung davonzufliegen. Die Yak landete problemlos, später musste man allerdings erfahren, dass die Iljuschin angeblich wegen schlechten Wetter nicht dieses Glück hatte. Auch wurde gesagt, dass die Yak aus Warschau schon weit vor der Iljuschin in Smolensk eingetroffen sei. Im Tower des Flughafens saß während des ganzen Morgens vielleicht auch ein Mann, der sonst nie hier zu finden ist. Er hatte aber verbrieftes Recht hier Anweisungen zu geben. Etwa 50 Minuten nach der Landung der Journalisten erschien eine weiteres polnisches Flugzeug auf dem Radarschirm im Tower des Militärflughafen. Jetzt wurde der “Besucher” neben dem Fluglotsen wach. Die Tu- 154 des polnischen Präsidenten näherte sich und bat um Landeerlaubnis und es galt, sie umgehend abzuwehren.
Lotse Pawel Pljusnin liess dem Piloten der heranfliegenden Präsidentenmaschine planmäßig wissen, dass “aufkommender Nebel”, verbunden mit schlechter Sicht, eine Landung in Smolensk nicht zulasse und verwies auf alternative Flughäfen in Moskau und dem weissrussischen Minsk. Der Co- Pilot der Tupolew ging in den Passagierraum und unterrichtete dort seinen Chef, den Kommandanten der polnischen Luftstreitkräfte, über die Wetterlage am Zielort und den Empfehlungen des Lotsen. Dieser wiederum gab die Meldung an Lech Kaczynski weiter. Der explodierte förmlich, fing sich aber schnell wieder, da auch viele Frauen an Bord waren. “Der Kreml will uns nicht in Katyn, alles nur Show und Schikane mit der Einladung. Wenn wir jetzt noch nach Moskau fliegen, kommen wir in Katyn frühestens an, wenn die Feiern bereits seit mindestens zwei Stunden schon gelaufen sind. Nichts da, geben Sie den Piloten Anweisung sich auf keinen Fall abwimmeln zu lassen. Dem Putin werd ich´s zeigen !” - donnerte der Präsident.
Der Pilot nimmt wieder Kontakt mit dem Tower auf. In “klar verständlichem” Russisch bittet er den diensthabenden Lotsen Pawel Pljusnin um Landerlaubnis. In ebenso verständlichem Russisch antwortet dieser, dass er einer Landung aus vorgenannten Gründen nicht zustimmen könne und verweist abermals auf einen alternativen Flughafen. Es kommt zu einer Diskussion zwischen Pilot und Lotsen in deren Verlauf dieser “dummes Zeug” redet und hierbei so tut, als ob er seinen Gesprächspartner nicht verstehe. Zwischendurch bringt er hierbei auch englische Wörter ein, die ihm der “Besucher” an seiner Seite leise, aber im Voice- Rekorder später vernehmbar, zuflüstert. Das Flugzeug hat inzwischen Smolensk erreicht und kreist am Himmel. Abermals ging der Co- Pilot zur Rückfrage in den Passagierraum und kam erneut mit der Anweisung “wir landen” zurück. Von da an hatten die Insassen der Maschine nur noch wenige Minuten zu leben.
Pljusnin gab dann widerwillig und verwirrt irgendwelche Daten für die Landung an die Crew der Tupolew weiter, der Besucher schaltete möglicherweise die Funkverbindung ab, ehe der Pilot die Angaben nach Vorschrift bestätigen konnte. Der Jet kam dann mit einer Neigung von ca. 40 Grad runter und ging dann in einer Senke in die Horizontale, wo man schon zwei Sekunden später erste Bäume berührte und eine Tragfläche verlor. Kurz darauf waren Flugzeug und Insassen nur noch Einzelteile. Keiner lebte mehr. Zu den ersten Menschen die am Unfallort und noch vor den Rettern eintrafen, gehörte ein Mitarbeiter des staatlich polnischen Fernsehens (TVP), der aus dem Fenster eines gegenüber dem Flughafen liegenden Hotels die “Landung” der Präsidentenmaschine bis kurz vor ihrem Aufprall sehen konnte und dann nur noch zwei Explosionen hörte. Bei seinem Eintreffen sah er das ganze Ausmaß der Katastrophe. Überall lagen Glieder, Torsen und Köpfe der Passagiere. Geistesgegenwärtig filmte er dann alles und soviel er konnte, bevor in die russische Militärpolizei aus dem Gelände verwies.
Amateur- Video: Fünf Minuten nach dem Crash in Smolensk
So oder ähnlich könnte sich die ganze Tragödie nach Lage der aktuell vorhandenen Indizien und Beweise abgespielt haben, wenn auch der “Besucher” tatsächlich bisher nur auf dem Voice-Recorder leise zu vernehmen war. Pawel Pljusnin war mit seinem möglichen Schikane- Auftrag etwas überfordert. Bedeutend hierbei ist vor allen Dingen seine erste Aussage zum Gespräch mit der Crew der Tupolew kurz vor ihrem Absturz. Hier hatte er angegeben, dass der Pilot nicht gut russisch sprach und russische Zahlen nicht alle verstanden habe. Ein zweiter “Lotse”, möglichweise der “Besucher”, hatte im Beisein des leitenden polnischen Militär- Staatsanwaltes ausgesagt, dass man auch teils englisch sprach. Die laufende Auswertung des Voicerekorders der Unglücksmaschine hat aber jetzt ergeben, dass der Pilot sachlich und ruhig in fliessendem Russisch mit dem Lotsen gesprochen hatte. Zwischendurch hörte man geflüsterte Worte in englischer Sprache, die wohl an Pljusnin als Vorgabe gerichtet waren. Pawel Pljusnin ist offenbar der Dreh- und Angelpunkt der ganzen Tragödie. In seinem Eifer die Polen “auf keinen Fall” landen zu lassen, könnte er die Katastrophe ausgelöst haben. Wer den “Besucher” nach Smolensk geschickt haben könnte, kann man derweil aber nur vermuten.
Nach der teilweisen Auswertung des Voice- Rekorders aus der abgestürzten Tu-154 des polnischen Präsidenten bei Smolensk, verkündete Russlands Vize- Premier Sergej Iwanow am Dienstag, dass eine vorläufige Analyse der Aufzeichnungen der Flugschreiber zeigten, dass es weder eine Explosion noch Feuer an Bord des Flugzeuges vor ihrem Absturz gegeben habe. Gleichwohl haben die Triebwerke bis zuletzt einwandfrei funktioniert. Die gesamte Auswertung der zwei zuerst gefundenden Flugschreiber soll noch bis zum Wochenende dauern - heisst es. Die dritte Blackbox, welchen die Daten der Bewegungen der Maschine aufgezeichnet hatte, soll in Polen ausgewertet werden, da es ein polnisches Produkt ist, welches die Russen nicht auslesen können. Diese noch fehlenden Erkenntnisse könnten natürlich unsere Theorie noch umwerfen, was aber den russischen Fluglotsen Pljusnin betrifft, sind wir uns sicher, dass er zumindest eine große Mitschuld an der Tragödie in Smolensk hatte.
Pawel Pljusnin hatte im übrigen auch als erster hiervon berichtet, dass die Piloten der Tu-154 insgesamt vier Mal zum Landeanflug angesetzt hatten. Inzwischen steht fest, dass nur ein Versuch stattgefunden hat und der war gleich tödlich. Vorherige Runden drehte man während der wenig hilfreichen Kommunikation mit dem Tower. Vladimir Putin hat heute bestätigt, dass Moskau die angefallenen Kosten für die Stadt Smolensk durch die Katastrophe übernehmen wird. Der Flug selbst war bedauerlicherweise und fast wie üblich, nicht versichert. Die Kosten der Tragödie trägt also der polnische Steuerzahler. 20 Millionen hiervon hat man bereits für die am kommenden Sonntag geplanten Beisetzungen der Opfer bereitgestellt. Nachdem man am Absturzort jetzt angefangen hat die Trümmer der Tupolew abzutransportieren, fanden sich auch die vermissten 7 Pistolen der Leibwächter Kaczynskis, allerdings alle auf einem Haufen. Gleiches gilt auch für jede Menge private Dinge der Opfer, wie Notebooks und Telefone.
Den getöteten Präsidenten Kaczynski oder gar die Piloten der Tupolew für den Absturz der Maschine verantwortlich zu machen, bevor es hierzu auch nur den Hauch eines konkreten Beweises gibt, halten wir zu diesem Zeitpunkt nicht nur ethisch für bedenklich. Gleichwohl gilt dies auch für angeblich “deutliche Hinweise” auf einen gezielten Terroranschlag auf den polnischen Präsidenten in dubiosen Webportalen und Foren. Fest scheint einzig zu stehen, dass der Fluglotse mehrmals die Unwahrheit gesagt hatte. Hinzu kommt ein ungewöhnliches Verhalten von dem eigentlich eiskalten Wladimir Putin, der 4 Stunden nach dem Absturz der Tu-154M am Ort des Geschehens unter Schock erstarrte und wie in Trance auf das was er da sah hinabschaute. Gestorbenen waren hier aber gut ein Dutzend seiner schlimmsten Kritiker und “Verleumder”, er hatte somit wohl kaum Grund zur Trauer oder Mitgefühl. Auf der anderen Seite weinte der polnische Premier sich zwei Tage lang rote Augen, fast ebenso wie die Tochter des Präsidentenpaares. Auch er war ein Gegner Kaczynskis.

An der Absturzstelle der Kaczynski- Tupolew herrscht seit Samstag nicht nur Trauer, sondern auch der russische Geheimdienst FSB. Sie tragen Kittel von Experten, Uniformen des Militärs oder geben sich als Staatsanwälte aus, wovon alleine 60 vor Ort sind, aber nur drei ihrer Kollegen aus Polen. Von Anfang an haben sie es auf Taschen, Aktenkoffer, Waffen, verkohlte Mobiltelefone, Notebooks und anderen elektronischen Geräten abgesehen. An Bord waren nämlich neben dem polnischen Präsidenten und seinem Notfall-Koffer auch höchste Militärs und mit Generalstabschef F. Gągor, sogar einer der Top- Kommandeure der Nato, dessen Notebook natürlich genauso verschwunden ist wie das Satellitentelefon des polnischen Präsidenten sowie sein metallener Aktenkoffer. Auch die Waffen der 9 Bodyguards von Lech Kaczynski sind verschwunden, ihre Leichen allerdings geborgen. Die polnischen Experten vor Ort haben so gut wie nichts von den Überresten der Maschine und den privaten oder geschäftlichen Dingen der Opfer übernehmen können. Alles wird nach und nach mit einem Hubschrauber nach Moskau geflogen. Jetzt muss man sich wirklich ernsthaft sorgen machen, dass der Kreml nun mindestens im Besitz von wichtigsten Geheimnissen des polnischen Militärs und der Nato sein könnte.
Nachdem der russische Premier Wladimir Putin erst gestern davor warnte dem bei dem Flugzeugabsturz in Smolensk getöteten polnischen Präsidenten Lech Kaczynski für die Katastrophe verantwortlich zu machen, da dieser angeblich seinen Piloten die Landung befohlen habe, heisst es heute, dass im Zusammenhang mit den Auswertungen der Flugschreiber sich ergeben habe, dass die Tupolew schon beim zweiten Landeversuch abstürzte.
Am Montag Nachmittag haben Experten der russischen Untersuchungskommission an der Absturzstelle der Tu - 154M, welche am Samstag den polnischen Präsidenten und 95 teils hochrangige Begleiter in den Tod riss, den Dritten noch vermissten Flugschreiber der Maschine gefunden. In diesem sollen sich u.a. die technischen Aufzeichnungen über ihre die Flugbewegungen, wie Höhe, Geschwindigkeit usw. befinden. Das Gerät soll allerdings stark beschädigt sein. Es befindet sich auf dem Wege nach Moskau zur Analyse - heisst es. 40 von 96 Opfern der Tragödie wurden inzwischen identifiziert, hierunter fast alle Leibwächter des Präsidenten. Am Morgen hatte man auch die ebenfalls getötete Ehefrau Kaczynskis an einem Ring erkannt. 9 Leichen vermutet man noch unter Trümmerteilen bzw. im Rumpf des Wracks der Tupolew. In Moskau waren, ohne Lech Kaczynski, wie man zuletzt feststellte, nur die Überreste von 86 Opfern angekommen. Am späten Abend gab man auch erste Ergebnisse der Auswertung des Voice- Recorders aus dem Cockpit bekannt. Demnach gebe es keine Anzeichen von Druck auf den Piloten, die Landung auf jeden Fall einzuleiten.