Polen im Wettrüsten mit Nachbarstaaten
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| Breslau: Milliardenbau gefährdet. Investoren finden keine Arbeiter |
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| Donnerstag, 14. Dezember 2006 | |
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Die Wirtschaft in Polen boomt. Die Wachstumsrate liegt aktuell bei 5,5 Prozent. Arbeitslos sind landesweit nur noch 14 Prozent der Bevölkerung, im Nordosten zwar noch weit über 20, in Breslau - nahe der deutschen Grenze - aber nur noch acht. Tendenz weiter fallend. Die Löhne steigen, auch wenn das Niveau noch deutlich unter dem deutschen liegt: Durchschnittlich 2600 Zloty, etwa 680 Euro, verdienen polnische Arbeiter und Angestellte brutto. Doch die Gehälter steigen rasant. Allein für die Zeit von Januar bis Oktober 2006 weist das Wirtschaftsministerium ein Plus von 4,9 Prozent für ganz Polen aus. Und die regionalen und branchenspezifischen Unterschiede sind groß. Nach Informationen der Abteilung für Wirtschaftsentwicklung in Niederschlesien liegen die Löhne dort bereits um zehn Prozent über dem Landesdurchschnitt. Und ein Investor weiß von einem Walzenfahrer, der von einer Straßenbaufirma in dieser Region 7000 Zloty netto (1850 Euro) bekommt, "weil sonst keiner zu finden war". Das Paradoxe an der Sache: Es ist ein deutscher Walzenfahrer aus Potsdam. Und er ist nicht der einzige deutsche Arbeiter in Polen. Auf der Baustelle des 1,8 Hektar großen Spaßbades «Wonnemar» von Interspa am Rande Breslaus arbeiten derzeit ausschließlich deutsche Firmen. In zwei Monaten soll die Flachbildschirmproduktion in der Halle neben LG Electronics beginnen. Die ersten Mitarbeiter werden derzeit in Korea geschult. 1700 Angestellte sollen im Jahr 2007 drei Millionen LCD-Bildschirme herstellen. Vier Jahre später sind elf Millionen eingeplant bei 3150 Mitarbeitern. Auf dem gesamten Gelände sollen dann 12.000 Menschen arbeiten. Doch LG.Philips hat sich den Ruf erarbeitet, kein fairer Arbeitgeber zu sein. "Das Problem ist, dass LG.Philips ein großes Interesse daran hat, die Kosten zu drücken", sagt jemand hinter vorgehaltener Hand, der eng mit dem Investor zusammenarbeitet. Sie hätten bei den Kontakten mit den ersten möglichen Mitarbeitern einen Fehler gemacht.Am Telefon seien höhere Löhne genannt worden als später im Einstellungsgespräch, und in den schriftlichen Verträgen hätte sich dann ein erneut reduziertes Gehalt gefunden, für das dann keiner mehr arbeiten wollte. Ist dies der Preis den Philips nun zahlt weil es den deutschen Standort Aachen komplett geschlossen hatte, um durch polnische Arbeitskräfte den Gewinn zu erhöhen. Neuere Artikel
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