Madrid - Ein schweres Erdbeben im Küstengebiet Chiles der Stärke 8,8 hat in weiten Teilen des Landes schwere Zerstörungen angerichtet. Das Epizentrums des Bebens lag in etwa 60 Kilometern Tiefe, 120 Kilometer von der Stadt Concepción entfernt. Die Erschütterungen am frühen Samstag Morgen gegen 3.34 Uhr waren sehr heftig und in großen Teilen Südamerikas zu spüren. Mehrere starke Nachbeben wurden gemeldet. Es gibt eine schnell steigende Zahl von Opfern. Seismologische Stationen aus den USA sprechen von einer Flutwelle die durch das Erdbeben ausgelöst wurde und die Küsten Chiles, Perus und Ekuadors angreifen könnten. Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet hat mehrere Regionen zu Katastrophengebieten erklärt. Die wichtigsten Internetseiten der Regierungen und Medien von Chile, Argentinien und Uruguay waren zuletzt nicht mehr erreichbar.
Selbst aus der in über 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Santiago de Chile wurden Schäden und Paniken gemeldet. Die Erdstösse sollen nach unterschiedlichen Angaben bis zu einer Minute gedauert haben. Sie waren mit 8,8 auf der Skala 50 Mal stärker als jene am 12. Januar in Haiti bis zu 300 000 Menschen das Leben gekostet haben sollen. An der chilenischen Küste geht derweil die Angst vor einer Flutwelle um. Ein Erdbeben dieser Größenordnung hat das Potenzial, einen zerstörerischen Tsunami zu generieren. Präsidentin Bachelet richtete einen Appell an die Bevölkerung, Ruhe und Vernunft zu bewahren.
Die Regionen, Bio Bio und Auraucanía, zwischen den Städten Talca und Concepción, scheinen am meisten von dem stärksten Erdbeben in Chile seit über 50 Jahren betroffen worden zu sein. Dreissig Nachbeben einer Stärke von bis zu 6,9, 6,2 und 5,4 auf der Richter-Skala vor der Küste Zentral-Chiles haben für weitere Unruhen gesorgt. Auch die südjapanische Insel Okinawa erlebte am Samstag Morgen gegen 5.31 Uhr Ortszeit ein starkes Erdbeben mit einer Stärke von 6,9. Es war das stärktes Beben in dieser Region seit über 100 Jahren. Über Schäden oder Opfer liegen keine Informationen vor.
Update
78 Tote und noch mehr Verletzte wurden bisher aus Chile gemeldet. Die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet gab bekannt, dass die Verbindungen zur Insel Juan Fernández unterbrochen seien. Man habe aber vorab Berichte erhalten, dass sich eine Riesenwelle der Insel nähere und die Menschen auf die höchsten Anhöhen evakuiert werden. Auch zu den durch das Erdbeben meistbetroffenen Gebieten bestehe kaum Kommunikation. Man wisse deshalb nicht wie groß die Schäden tatsächlich seien und warte nun auf Meldungen von Hubschrauberbesatzungen die erste Bestandsaufnahmen aus der Luft machen sollen.
Update
Auch verschiedene Agenturen aus Südamerika berichten inzwischen von riesigen Wellen, welche die chilenische Insel Juan Fernández erreicht haben sollen. Das chilenische Fernsehen zeigt zur zeit erste Bilder aus der Stadt Conception nach dem Beben. Ein Großfeuer, Zerstörungen und Retter mit Verletzten sind zu sehen.
Update
Für das gesamte Pazifik Bassin wurden nun Tsunami Warnungen herausgegeben. Regierungen fordern Küstenbewohner dringend auf sich in höhere Regionen zu begeben. Auf Hawai heulen die Sirenen. Chile hat seinen Flughafen in der Haupstadt Santiago geschlossen. Flüge aus Europa werden nach Argentinen und Uruguay umgeleitet.
Update
Die Zahl der Toten infolge des Erdbebens in Chile ist auf 122 gestiegen. Tsunami- Warnungen und Erwartungen sind weiterhin aktuell. Mehrere Pazifik- Inseln wurden bereits von Wellen überspült, die teils aus größere Schäden angerichtet haben. Ab 22 Uhr (MEZ) könnte Hawai von einer Welle getroffen werden. Chile, Peru und Ecuador stehen ebenfalls oben auf der Tsunami Gefahrenliste.
Update
Die Zahl der Opfer des Erdbebens in Chile hat sich seit dem Nachmittag verdoppelt. Weite über 200 Menschen konnten nur noch tot aus Trümmern geborgen werden. Es wird befürchtet, dass die Opferzahlen sich noch stark erhöhen werden. Noch hat man nicht einmal in den am meisten betroffenen Gebieten überall vordringen können. Auch die Sorge um die Menschen auf chilenischen Inseln wächst. Schiffe und Flugzeuge sind auf dem Weg.
Update
Die letzten Zahlen von Opfern am frühen Sonntag Morgen sprechen von über 300 Toten und 25 Vermissten. Fast zwei Millionen Menschen sind vom Erdbeben betroffen. Es wird befürchtet dass sich die Zahlen der Toten und Vermissten noch drastischer erhöhen wird. Etwa 1,5 Millionen Haushalte erlitten strukturelle Schäden. In der Stadt Talca sind alle drei Krankenhäuser zusammengestürzt. Ärzte operieren auf den Strassen. Ein langer Küstenstreifen Chiles wurde durch einen Tsunami überflutet. Das Wasser war 200 Meter weit ins Landesinnere vorgedrungen und sorgte für neue Zerstörungen und Chaos.
Video aus dem chilenischen Erdbebengebiet
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H:A:A:R:P Grund für erdbeben?
Geschrieben von: Wahrheit999 () am 28-02-2010 07:53