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Britische und polnische Medien kritisieren deutsche Soldaten PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 4. Dezember 2008


Angefangen hat alles mit einem Bericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, der schon Anfang des Jahres in seinem jährlichen Bericht zur Lage der Bundeswehr publizierte, dass die deutschen Soldaten unsportlich und nur zum Töten von Fressrationen geeignet seien. Diesen Bericht hatte damals vor allen Dingen die Boulevardpresse unter Führung der "Bild Zeitung" übernommen und hieraus ein teilweise vernichtendes Urteil über die Bundeswehr daraus gebastelt. Diese Meldungen gelangten natürlich auch in die ausländische Presse und seitdem wurde das deutsche Kontigent in Afghanistan immer mehr zum Gespött der dort sich ebenfalls befindenden Kollegen aus den USA, Großbritannien, Dänemark, Polen und anderen Ländern sowie sogar Teilen der Zivilbevölkerung. Man macht sich einen Spaß daraus die Deutschen beim Nichtstun, Spielen, Essen oder Trinken zu filmen oder fotografieren um die Bilder dann im Internet auszustellen, was nun vor allen Dingen britische und polnische Medien wie "The Times", "Herald Tribune" oder "Dziennik" zur Belustigung ihrer Leser zu Papier gebracht haben. Im Zusammenhang mit diesen neuerlichen Veröffentlichungen spricht die Londoner Times sogar von einem "miserablen Scheitern" der Bundeswehr in Afganistan und zitiert einen Nato-Insider in Kabul mit den Worten: "Jeder weiß, wie nutzlos die Deutschen für die Anstrengungen hier sind".

"Afganische Diät: Bratwürste und Bier" betitelte am Donnerstag die polnische Tageszeitung "Dziennik" ihren Artikel über die Bundeswehr in Afganistan. "Warum sind deutsche Soldaten zu schwach zum Kämpfen ? Weil sie für den Kampf gegen die Taliban zu dick sind" schreibt das Blatt weiter und zitiert dann aus dem "Robbe" Bericht, wonach die Ernährung der Deutschen am Hindukusch überwiegend aus Würsten und Bier bestehe und dadurch ein großter Teil der Truppen nicht voll einsatzfähig sei. Andere Zeitungen wie z.B. in Großbritannien und auch den USA kritisieren die Deutschen weil sie im verhältnismäßig ruhigen Norden des Landes abends kaum noch das Licht in ihren Quartieren aus Angst vor Angriffen anschalten würden und bei jedem verdächtigen Geräusch die Amerikaner benachrichtigen die dann streunenden Hunden oder vermeintlichen Attentätern für die Deutschen hinterherjagen müssen. Sogar die seriöse "Times" schreibt: Unsere Jungs gehen nüchtern in den Krieg während deutsche Soldaten saufen" und der "Herald Tribune" : "Faule Deutsche Kuchen-essend im Norden" "Nur wenige verlassen ihren Standort und es ist auch niemandem erlaubt aus Angst Opfern nach Einbruch der Dunkelheit das Kasernengelände zu verlassen". "The Sun" berichtet in diesem Zusammenhang dass das Geheimnis gelüftet sei warum die Bundeswehr in Afghanistan so viel Toillettenpapier verbrauche". Erst kürzlich haben Bundeswehr Angehörige an einem Checkpoint südöstlich des Bundeswehrstützpunktes in Kundus mehrer Zivilisten erschossen, da sie glaubten es mit Attentätern zu tun haben. Hierzu verbreitete man bereits Gerüchte dass die Opfer, eine Frau und zwei Kinder, von ängstlichen Deutschen erschossen wurden.

Fast eine Million Liter Bier und 90 000 Flaschen Wein haben die 3500 Deutschen in Afghanistan im Jahre 2007 getrunken, im ersten Halbjahr 2008 soll sich auch dieser Trend mit 500 000 Litern gehalten haben. Wenn diese Zahlen tatsächlich stimmen und man 20% Anti- Alkoholiker davon abzieht, dann hat jeder deutsche Soldat pro Tag einen Liter Bier und ein Glas Wein getrunken, was vom Alkoholgehalt im Blute einer Normalperson ausreicht nicht mehr fahrtauglich zu sein. Bei den britischen und amerikanischen Soldaten in Afganistan ist der Genuß von Alkohol übrigens strengstens verboten, wobei diese bei dem täglichen Grauen während der Arbeit tatsächlich einen Grund hätten mal ein Bier zu trinken. Doch die Deutschen dürfen Alkohol trinken weil sie so gut wie nichts zu tun haben in Afghanistan und dabei einen psychischen Schaden erleiden könnten. Dies erfreut aber nicht gerade die Truppen aus anderen Ländern und bringt sie nicht selten zum Lästern über die "vollgefressenen Deutschen". Dennoch muß man die Politk dieser Verpflegung nicht den Soldaten in die Schuhe schieben. Die deutsche Regierung in Berlin ist für das Dilemma und dem wachsenden schlechten Ruf der Bundeswehr, der offensichtlich auf die Schwächung der Kampfmoral abzielt, ganz alleine verantwortlich. Den Job den die Deutschen in Afganistan ausführen ist langweilig und unangemessen im Vergleich zu der schwierigen Arbeit der kämpfende Truppen aus den USA. Kanada, Großbritannien, Dänemark, Holland und Polen im Süden und Osten des Landes. In den Süden Afganistans gehören eigentlich in erster Linie deutsche Soldaten, denn die dortigen Drogenbarone welche die Taliban mit ihren Einnahmen aus dem Opiumverkauf finanzieren, morden schon seit Jahrzehnten unter jungen Deutschen mit der Superdroge Heroin.

Dass dieser Reinhold Robbe seinen Jahresbericht, gemessen an der Situation der Bundeswehr in Afghanistan, im vergangenen März so unüberlegt an die Öffentlichkeit brachte, zeugt klar von der politischen Hilflosigkeit in der Frage um den Alibi-Einsatz deutscher Truppen im Ausland. Der Bericht war auch eine weltbewegende, zeitlich völlig unpassende Attacke, gegen die im Ausland stationierten deutschen Soldaten. Man kann davon ausgehen, dass den meisten Bundeswehr Leuten in Afghanistan ihre Aufgabe vor Ort überhaupt nicht schmeckt. Gerne würden auch sie mit den Briten, Dänen und Amerikanern im Süden des Landes sein um etwas Sinnvolles für dieses und ihr Land zu tun.


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