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Erika Steinbach lädt Vaclav Klaus ein PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Steinbach Benes DekretePRAG - Die unermüdliche Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV) Erika Steinbach, zuletzt durch den umstrittenen Aussenminister Guido Westerwelle (FDP) aus dem Stiftungsrat des Vertriebenenzentrums gemobbt, wünscht sich eine offizielle Einladung der Sudetendeutschen in ihre ursprüngliche Heimat durch den tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus. In einem Interview mit dem Tschechischen Rundfunk nahm die BdV- Chefin aber kein Blatt vor dem Mund und verurteilte erneut die völkerrechtswidrigen Benes-Dekrete und forderte deren Aufhebung. Gleichwohl verteidigte sie auch ihre frühere Aussage, dass "während des Zweiten Weltkriegs die Tschechen kaum gelitten hatten." Zu den Feiern des 60. Jahrestages der Verabschiedung der Charta der Heimatvertriebenen im kommenden August lud Erika Steinbach ihrerseits Vertreter von Behörden der Tschechischen Republik bzw. Präsident Klaus ein.

In ihrem Interview mit dem tschechischen Rundfunk gab Steinbach allerdings zu verstehen, dass es der überwiegenden Mehrheit der Vertriebenen nicht in erster Linie um eine Rückgabe ihres Eigentums gehe, sondern eher um ein Zeichen der Aufrichtigkeit aus Prag, verbunden mit einer persönlichen Einladung des tschechischen Präsidenten zu einem Besuch in der alten Heimat. "Es ist auch mir eine Herzenssache, dass die Heimatvertriebenen im Sudetenland nicht gehasst, sondern als ehemalige Mitbürger gerne begrüßt werden" - sagte sie. Gerade der tschechische Präsident Vaclav Klaus tritt vehement für die Beibehaltung der "Rechtskraft der Benes-Dekrete ein, welche damals Raub und Mord an Deutschen praktisch legalisierte bzw. straffrei stellte und zur kollektiven Vertreibung der Sudetendeutschen führte. Unzählige Tschechen verübten danach Verbrechen an ihren deutschstämmigen Nachbarn.

Ein Jahr nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, im August 1950, hatten die Heimatvertriebenen ihre Charta verabschiedet. Schon damals hatten sie aufgrund des erfahrenen Leides erkannt, dass die Europäische Einigung ein Weg sein könnte, um Krieg und Vertreibung zu überwinden. Leider ist es aber auch 60 Jahre nach der Charta und 6 Jahren Mitgliedschaft der Tschechen in der Europäischen Union, immer noch nicht für jeden Deutschen eine Freude die geraubte Heimat zu besuchen. Schikaniert wird man  vor allen Dingen manchmal in den Regionen, wo einzig damals Deutsche das Grauen des Krieges zu spüren bekamen.

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