BERLIN - Seit Monaten stehen das Sozial- Netzwerk "Facebook" und Besitzer Mark Zuckerberg international in der Kritik. Zuerst ging es um "unterschlagene" Besitzrechte an der Software des Webportals durch seinen jetzigen Eigner, dann stellte sich heraus, dass zeitweilig zumindest die E-Mail Adressen der 400 Millionen Nutzer von Facebook auslesbar sind und jetzt wurde sogar bekannt, dass das Netzwerk ganz gezielt Daten von Nutzern an Werbeträger weitergibt. Doch dies ist noch nicht alles, denn Besitzer Zuckerberg soll Konten von Facebook Usern bei anderen Webportalen gehackt haben und die palästinensischen Nachrichtenagentur News Network (PNN) unterstreicht gar die Rolle von Facebook als zentrales Werkzeug in den Händen des israelischen Geheimdienstes Mossad. Die Gefahr die von Facebook ausgeht scheint man derweil auch schon in Deutschland erkannt zu haben. Verbraucherschutz und einzelne Politiker warnen vor Spionage und Datenmissbrauch. Auch nach Ansicht und der Erfahrung von "Polskaweb" mit Facebook, scheint hier nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen.
Hintertür- Zugang bei Facebook ?
Es geht hier nicht darum eine Verschwörungstheorie zu eröffnen, sondern dieser Beitrag soll lediglich als Denkanstoss dienen, denn die Gefahr welche generell von sozialen Netzwerken ausgeht darf man keinesfalls unterschätzen. Jede Foto oder Video- Datei, jedes geschriebene Wort, jede Angabe zu Fragen nach Religion, Parteizugehörigkeit oder Wohnort kann zum Nachteil des Users oder seinen Freunden und Bekannten sein. Ein Hintertür- Zugang zu einem Webauftritt wie Facebook ist nicht nur für Werbenetzwerke sehr einträchtig, sondern auch für Geheimdienste und andere Sicherheitsbehörden. Schon seit Jahren werden über das Internet sog. Rasterfahndungen durchgeführt, welche leider auch Daten von Unbeteiligten auf die Festplatten von Rechnern der Polizei und anderen Behörden speichern. Sicherlich gibt es nicht wenige Nutzer von denen man so nicht nur alle intimen Details kennt, sondern auch ihre Adressen, Nummern von Bankkonten, Aufenthaltsorten und Vorlieben jeglicher Art, wobei dies auch deren jeweiligen Freunden betreffen kann, wenn diese sich im gleichen Web- Milleu bewegen. Rekrutierungplattform für Geheimdienste und Terror- Organisationen
Das Internet und die sozialen Netzwerke bieten auch Kriminellen eine breite Basis zur Auspionierung ihrer Opfer. Dies hat sich in den letzten Jahren vor alllen Dingen bei Delikten wie Betrug, Diebstahl, Erpressung und Sexualverbrechen an Kindern gezeigt. Viele Menschen sind so frei ihre Häuser, Autos oder den Po ihrer Freundinnen und Kinder für jedermann sichtbar zu machen. Ihren Aufenthaltsort erfährt man dann über Beiträge, oder aus dem Profil selbst. Auch Terror- Organisationen haben ihre Fühler regelmäßig in Facebook und Co. um mehr über ihre "Feinde" oder deren Backround zu erfahren, Operationen interaktiv vorzubereiten und vor allen Dingen auch Nachwuchs zu rekrutieren. Facebook ist so aufgebaut, dass gerade Terroristen und Geheimdienste hier wichtigste Infos finden, wobei den letzteren auch manchmal unterstellt wird, hier unbegrenzten Zugang zu haben. Was Polskaweb bei Facebook auffiel, waren vor allen Dingen einzigartige Fragen wie z.B. nach der politischen Richtung der User. Wenn man dann z.B. "linksliberal einträgt, kommt automatisch die Aufforderung: "Bitte tragen Sie eine Partei ein". Hackt Facebook fremde Datenbanken ?
Facebook scheint auch Zugang zu Email Konten bei anderen Web- Portalen zu haben. Ein Beispiel hierzu ist ein Konto einer Mitarbeiterin von "Polskaweb" die sowie bei Facebook, als auch bei einem anderem US- Portalbetreiber betreibt. Namen von Freunden aus ihrem Adressbuch bei dem zweiten Betreiber, tauchten plötzlich bei Facebook als Nutzer von Profilen auf. Hierauf wurde sie indirekt durch Facebook hingeweisen. In ihrer Freude die Freunde dort zu finden, schrieb sie alle an, bekam aber keinerlei Antwort, was für Polen sehr unüblich ist. In Telefongespächen stellte sich dann heraus, dass ihre Freunde gar kein Profil bei Facebook angelegt hatten. Da zwei der Nachnamen ihrer Freunde sehr ungewöhnliche Kombinationen aus polnischen und ausländischen Namen sind und nicht eine Email über Facebook beantwortet wurde, sollte man zumindest in Erwägung ziehen, dass Facebook tatsächlich legalen oder illegalen Zugang zu anderen großen Portalen hat. Ob alleine Zuckerberg hinter dem Netzwerk steckt oder auch "dubiose" Finanziers, wissen wir nicht. Wir können allerdings niemanden raten, hier ein Konto anzulegen.
Palästinenser: Facebook Werkzeug des Mossad
Die unabhängige palästinensischen Nachrichtenagentur PNN behauptet allerdings, dass Facebook ein zentrales spionage Werkzeug in den Händen zionistischer Sicherheitsdienste sei. Es liefere wichtige Hinweise im Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt.Das soziale Netzwerk würde u.a. von israelischen Geheimdiensten auch dazu verwendet, um potenzielle Spione im Gaza-Streifen rekrutieren. "Facebook tritt die Privatsphäre der Nutzer mit den Füßen" - behaupten deutsche Politiker und der Verbraucherschutz. Auch die Sicherheitsfirma Kaspersky berichtet aktuell von wachsenden Angriffen gegen Facebook-User. Zuckerberg hatte zuletzt angekündigt, Nutzerdaten auch ohne Zustimmung an Dritte weiterzugeben. Er ist nun in der Lage so gut wie alle Daten der Nutzer, inklusive ihrer Fotos, an potentielle Interessenten weiterzugeben. Offen bleibt, ob er dies nicht eigentlich schon immer tut. Seine Hacker Ambitionen bringen ihn jedenfalls den Geheimdiensten näher, als den Usern seines Portals Politiker fürchten sich vor StudiVZ und Co.
Wenn man jetzt aber in diesem Zusammenhang wieder politische Statements aus Deutschland betrachtet wie "Rechtsextremisten nutzen zunehmend soziale Netzwerke zum Anwerben von Jugendlichen. Sie missbrauchen Facebook, SchülerVZ, StudiVZ usw. für ihre Zwecke", kommt einem aber auch das Gefühl auf, dass Politiker selbst sich durch soziale Netzwerke bedroht fühlen und deshalb angreifen. Social Networks können erheblich Meinung machen, was in Zukunft sogar Bundestagswahlen entscheiden kann. Facebook ist aber vor allen Dingen ein Portal was sich auch größter Beliebtheit in der jüdischen Welt erfreut. Sicherlich wird es dem BND nicht so viel nutzen wie z.B. dem Mossad oder der CIA, die dem Eigner nicht nur räumlich viel näher stehen. Vertreten sind auf Facebook auch die Gedenkstätten von Auschwitz und Yad Vashem, wo alle Sympathisanten und Freunde natürlich auch automatisch potentielle Kandidaten für die Zwecke Israels sein können. Die Mär vom gefährlichen deutschen Rechtsextremismus
Die wenigen Rechtsextremen, die sich auf Facebook oder im SchülerVZ aufhalten, aber bisher nur von Verfassungsschutz- Chef Wargel erkannt wurden, sind möglicherweise V- Männer seiner Behörde und bestimmt keine Rekruteure deutscher Extremistenverbände. Es gibt keine Bedrohung der Bundesrepublik durch extreme Linke oder Rechte deutsche Organisationen. Die Bedrohung kommt von anderswo und um diese gemeinsam und erfolgreich zu bekämpfen brauchen die Bürger das Internet, da sie keine Unterstützung hierbei durch ihre hilflosen oder illoyalen Politiker erwarten können. Das Internet muss frei bleiben von übertriebener Zensur jeglicher Art. Neue Gesetze hierzu dürfen nur geschaffen werden um diese Freiheit zu garantieren. Ihre Freiheit bedeutet heute noch ihr Profil bei Facebook zu löschen und sich die Vernichtung ihrer Daten bestätigen zu lassen, oder auch nicht. Und wenn Sie das nächste Mal irgendwo Texte lesen wie: "follow Mossad on Facebook", dann lassen Sie dies bitte mal.
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US Fahnder auf Facebook
Geschrieben von: Simon A. () am 10-04-2010 17:08