Warschau - Während im Nachbarland Ukraine eine Grippe- Epidemie große Teile des öffentlichen Lebens lahmlegte, 255 000 Menschen erkrankt sind, fast 16 000 in Krankenhäusern behandelt werden und über 70 Menschen durch Folgen einer Grippe bereits starben, hat die polnische Regierung nach Angaben von Gesundheitsministerin Ewa Kopacz keinen Grund zur Sorge finden können. Ein Regierungssprecher hatte allerdings nach der heutigen Sitzung des Nationalen Influenza-Pandemie-Ausschusses erklärt, dass es eine ähnliche Verbreitung der saisonalen Grippe in Polen gebe, aber erheblich weniger intensiv. In Offiziellen Meldungen aus Kiew hat man die Zahl der durch den Schweinegrippen- Virus H1N1 getöteten Menschen im Lande nun mit 22 beziffert. Mehrere Polen die in den letzten 24 Stunden aus der Ukraine zurückkamen, hierunter ein Grenzschützer und ein Kleinkind, liegen mit Verdacht auf Infizierung mit dem Virus in Krankenhäusern von Lodz, Posen und Przemysl.
Für Polen vorläufig keine A-H1N1 Impfungen
Wie Ministerin Ewa Kopacz am Abend versicherte, gebe es soweit in Polen keinen einzigen bestätigten Todesfall in Verbindung mit dem "tödlichen" Virus H1N1. Im von der polnischen Regierung zusammengerufenen Ausschuss selbst gab es Stimmen, die von 3 verschiedenen Viren sprachen (A/H1N1, A/H3N2, und Typ B.) die im Umlauf seien wobei einer hiervon eine Pandemie auslösen könne. Ein Mundschutz für alle Polen hält man für keine Lösung, sondern nur ein wirksames Arzneimittel, was es aber noch nicht zweifelsfrei gebe. So wolle man erst mit Impfaktionen beginnen, wenn einwandfrei feststehe, dass die bisher angeboteten A/H1N1 Gegenmittel, auch tatsächlich wirken und keine gravierenden Nebenwirkungen hierdurch auftreten können. Man habe bereits Impfdosen bestellt, aber werde sich mit der Abrufung noch die notwendige Zeit lassen - sagte die Gesundheitsministerin. In Polen gibt bzw. gab es bis heute nur 185 bestätigte Fälle von Schweinegrippe.
Minister: H1N1 Virus mutiert
Die Zahl der Fälle in der Ukraine ist hingegen unklar und widersprüchlich. Bekannt ist aber, dass bisher nun mindestens 22 Menschen durch die Schweinegrippe starben und aktuell über 170 Menschen, die mit dem A/H1N1 Virus infiziert sein könnten, auf Intensivstationen liegen. So zumindest teilte es am Nachmittag der ukrainische stellvertretende Minister für Gesundheit der Presse mit. Er betonte, dass sein Ministerium zuverlässige Erkenntnisse darüber habe, dass Ursache des Todes der bisher verstorbenen Menschen die Mutation des Influenza-Virus A/H1N1 sei. Bei allen Patienten sei der Tod nach dem gleichen Krankheitsverlauf eingetreten. "Die bis zu diesem Zeitpunkt bereits offiziell durchgeführten und im Ergebnis endgültig bestätigten Labortests, zeigen uns, dass wir es mit einer neuen Art eines Influenza-Virus zu tun haben, der bis zur Stunde 22 Ukrainern, hierunter 4 Ärzte und schwangere Frauen, das Leben kostete" - klagte der Minister und fügte aber hinzu, dass schon im vergangenen Jahr in Lemberg 245 Personen, 89 in Ternopil und 88 Iwano-Frankiwsk auch an einer Lungenentzündung starben, also in jenen Regionen wo auch jetzt Menschen diese Krankheit nicht überleben.
Putin fordert dreist die EU zur Schulden-Übernahme auf
Auf unterschiedlichste Art und Weise engagieren sich der ukrainische Präsident und Mulitmillionär Viktor Juschtschenko, die hundertfache Millionärin und Premierministerin Julia Timoschenko, sowie ihr milliardenschwerer russischer Amtskollege Vladimir Putin für das leidende ukrainische Volk. Während Juschtschenko seit dem vergangenem Wochenende ausser im Vatikan, Afghanistan und Russland schon die Sammelbüchse in den Ohren von Königen, Regierungschefs und Präsidenten dieser Welt erfolgreich klingeln liess und seitdem praktisch stündlich Hilfslieferungen und Gelder in der Ukraine eintreffen, versicherte Frau Timoschenko noch am Abend, dass die Lage nun unter Kontrolle sei. Das Volk sei einfach nur Opfer einer saisonalen Grippe geworden. Schon in der kommenden Woche werde man zudem in der Lage sein, selbst ausreichend Schweinegrippe- Tests durchzuführen, sie habe das alles organisiert und im Griff - behauptete die Regierungschefin. Vladimir Putin unterstützte indirekt die Ukraine, indem er heute beim amtierenden EU- Ratspräsidenten Fredrik Reinfeldt in Stockholm anrief und ihn an offene Gasrechnungen der Ukraine erinnerte, als wäre Brüssel ein Superfreier für ganz Osteuropa.
Osteuropäische Politiker nutzen Brüssel aus
Was früher für den Osten der reiche Onkel aus Amerika bedeutete, nennt man heute EU. Keine Frage dass gerade den Menschen in der Ukraine und Weissrussland geholfen werden muss, aber sicher nicht den Politikern in ihren mafiösen Strukturen. Sie verdienen sich schon seit fast 20 Jahren eine goldene Nase mit ihrem indirekten Zugriff auf Brüsseler Kassen und haben gelernt damit umzugehen. Wie dreist, abgebrüht und gefährlich sie inzwischen sind, beweist nicht nur die wiedererschiene Hand Putins am Gashahn mit einem fordernden Blick nach Brüssel, sondern z.B. auch Georgiens Präsident Michail Saakaschwili, als er nach dem von ihm und seinen osteuropäischen Tatgenossen inszenierten Angriffskrieg auf Süd-Ossetien sich noch manipulativ als Opfer darstellte und dann auf EU- Hilfslieferungen an sein Volk, sogar Einfuhrzölle erhob. Mit Brüssel kann man einfach alles machen: Die Deutschen, Franzosen, Briten, Österreicher u.s.w. einfach für uns arbeiten lassen ...
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