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Haiti - USA steht für Chaos, UN für Versagen PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Schlagzeilen




Erdbeben Opfer HaitiPort-au-Prince - Die neuesten Opferzahlen aus dem Erdbeben Gebiet in Haiti bestätigen die schlimmsten Befürchtungen der Behörden vor Ort. 112.226 Tote wurden bereits offiziell gemeldet, bis zu 200 000 könnten es noch werden - heisst es. Hundertausende wurden verletzt und obdachlos. Nur etwa 130 Menschen konnten seit dem Beginn der Tragödie am 12. Januar lebend unter Trümmern geborgen werden. Tausende dürften noch nach den Beben qualvoll gestorben sein, weil die Vereinten Nationen dramatisch versagten und Amerika die Rettungsarbeiten in großem Umfange behinderte. "Wir müssen diese Frage um die führende Rolle der Vereinten Nationen ernsthaft diskutieren. Die militärische Besetzung von Haiti durch die USA dürfte ebenso ein heiklen Thema sein" - hörte man am Samstag Fidel Castro aus Kuba fordern. Aus Bolivien und Venezuela kamen schon in den vergangenen Tagen ähnliche Statements.

Nach dem Bekanntwerden der Erdbeben Katastrophe im Karibik- Staat Haiti waren es vor allen Dingen die Chinesen, Kubaner, Franzosen, Mexikaner, Russen, Spanier, Venezolaner sowie deutsche Hilfsorganisationen die den Opfern der Jahrhundertkatastrophe als erstes zur Hilfe eilten. Auch die Amerikaner waren sehr schnell da, aber nicht nur mit Medikamenten, Zelten und Ärzten, sondern in erster Linie mit Soldaten, die für "Ruhe und Ordnung" in dem angeblich von Chaos und Gewalt bedrohten Land sorgen sollten. In einem Handstreich nahmen sie dann auch den Flughafen der Hauptstadt Port-au-Prince ein, versetzten den Amtssitz von Haitis Präsident René Préval in einen Terminal, wo er seitdem, bewacht von CIA und GIs, alle politischen Geschehnisse über sich ergehen lassen muss. Den Amerikanern hatte er vorab schriftlich einen Persilschein ausgestellt. Von der UN, welche eigentlich schon vor dem Erdbeben vor Ort war, sah und hörte man bis heute nichts. Nur die WHO, eine Tocher der Organisation, meldete tagelang 40- bis 50 000 Todesopfer, als man vor Ort bereits über 80 000 gezählt hatte.

Fortan bestimmten die Amerikaner wer auf dem lebenswichtigen Flughafen von Port-au-Prince landen durfte und wer nicht. 54 polnische Retter mit Suchhunden, mehreren Tonnen Hilfsgüter und einigen Sicherheitsleuten, die mit dem Flugzeug von Präsident Lech Kaczynski aus Warschau heraneilten, durften es nicht. Die Amerikaner im Tower des Airports zeigten den polnischen Piloten deutliche ihre nach unten gerichteten Daumen. Die Maschine musste nun, auch wegen Treibstoffmangel, in der Dominikanischen Republik landen. Die Retter aus Polen mieteten zwei LKW und begaben sich auf dem Landwege ins Katastrophengebiet. Doch als sie in Port-au-Prince ankamen, waren die Chancen noch überlebende zu finden, bereits um 90 Prozent gesunken. Ähnlich wie den polnischen, ging es auch Helfern anderer Nationen, wie den Deutschen oder Franzosen, denen die Landeerlaubnis für Haiti versagt wurde, da der einzige Airport des Landes, durch das schnelle heranschaffen von US Truppen, überlastet war.

Kubas Fidel Castro wirft den USA die militärische Besetzung von Haiti vor, und er hat Recht, denn es kommen immer mehr US Soldaten, 20 000 könnten es schon am Montag oder Dienstag sein. Um den Aufenthalt einer derartig großen "Streitmacht" auf der Karibikinsel zu rechtfertigen, soll die USA angeblich u.a. selbst für Chaos und Gewalt bei der Verteilung- oder dem Raub von Lebensmitteln gesorgt haben, behaupten nicht wenige Kritiker dieser US- Invasion. "Inmitten der Tragödie von Haiti, ohne dass jemand weiss wie oder warum, befinden sich Tausende Soldaten aus Einheiten der Marines der Vereinigten Staaten, Truppen der 82. Airborne Division und andere Streitkräfte okkupieren Haiti " - schreibt der kubanische Ex-Präsident in einem Brief, der auf der Webseite cubadebate.cu veröffentlicht wurde.

Haitis Präsident Préval gab unterdessen zu, dass es "generelle Mängel" bei der Koordination im Erdbebengebiet gab. Auf die Frage, ob die Intervention der USA eine Art von Kolonisierung Haitis sei, rechtfertigte er aber, dass man Hilfe aus vielen Ländern und nicht nur aus den USA empfange. Zu der dubiosen Zurückhaltung der UN auf Haiti, die schon bei der weltweiten Schweinegrippe Pandemie und anderen Skandalen unter den Verdacht der Käuflichkeit geraten war, soll Préval nur die Schultern gezuckt haben. "The Lancet" kritisierte bei der Haiti-Hilfe ein „gefährliches und unmoralisches Spiel“, bei dem so manche Politiker, Organisationen und Unternehmen aus Eigeninteresse handelten. Von der UNO hört man über eine Sprecherin in Genf, dass jetzt alles besser werde, denn man habe dazugelernt. Ein Armutszeugnis für die Vereinten Nationen und eine menschenverächtliche Aussage in Anbetracht der vielen Toten, die Haiti durch dieses weitere UN Versagen zu beklagen hat.

Wie die USA mit Hilfe des Fernsehsenders "CNN" Willkommens- Stimmung für ihre Truppen auf Haiti möglicherweise manipuliert zeigt ein Film dieses Senders, der u.a. beweisen soll, dass Gesetzeslosigkeit das Land beherrscht. Polizisten schießen auf zwei Männer die angeblich einen Sack Reis gestohlen haben sollen. Der 20-jährige Zimmermann Gentile Cherie stirbt durch eine Kugel im Rücken, sein Kollege wird schwer verletzt. Ein Kamerateam von "CNN" war (natürlich) zufällig präsent und filmt den sterbenden Schreiner. Zeugen sagten Journalisten anderer Medien, dass man weder Chaos noch Plünderungen wisse. Ein Ladenbesitzer hatte gesehen wie fünf Säcke Reis von einem LKW fielen. Der Fahrer soll dies bemerkt haben. Die Opfer hoben die Säcke auf und gaben sie ihm. daraufhin soll  der Mann Gentile Cherie einen Sack geschenkt haben. "CNN will mit seinem Bericht offenbar suggerieren, dass selbst die Polizei in Haiti völlig überfordert sei und Plünderungen sowie Gewalt das Tagesgeschehen beherrschen.

"CNN" ist in Bezug auf Objektivität mit absoluter Vorsicht zu genießen, denn der Sender lebt in erster Linie vom Verkauf von falschen Images. Er ist die weltweite Nr. 1 im "Nation Branding" Geschäft und jederzeit in der Lage sogar aus der Schweiz, Deutschland und Österreich eine "Achse des Bösen" zu machen. Amerika braucht CNN und CNN braucht Amerika. Der Hunger neuen Kriegen der USA ist groß. Dementsprechend sieht auch die Speisekarte aus. Die Haiti Tragödie kam "wie gerufen". Die Bananenrepublik ist nämlich ein optimales Sprungbrett zum ölreichen Venezuela. Aber erst wird jetzt mal der Jemen verzehrt. Die als Terroranschlag getarnte Explosion eines Silvesterknallers in einem US- Passagierflugzeug, gut vermarktet durch CNN und CIA, macht auch dies möglich. Davon profitieren auch die Europäer mit immer mehr Einschränkungen von Freiheiten und Intimsphären. Die gezielte Produktion von Terrorszenarien schaufelt aber auch, ohne das Sie es merkeln, Milliarden in die Taschen einiger weniger um.

Sehen Sie das Video, dass im Umfeld der Amerikaner nahe dem Fughafen von Port-au-Prince gedreht wurde:


 

© Polskaweb News Artikel vom 24.1.2010

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