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Ukraine: Opfer der Hungersnot lebend gefunden PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Osteuropa Schlagzeilen




Hungersnot in der UkraineKiew - Ausgerechnet während des aktuellen Propagandafeldzuge des ukrainische Präsidenten Viktor Juschtschenko wegen der Hungersnot unter Stalin, der Millionen ukrainische Bauern zum Opfer fielen, melden sich aus der Region Sumi im Nordosten der Ukraine plötzlich Menschen, die angeblich bei dieser gewollten Katastrophe ums Leben gekommen sein sollen. "Ich stand unter Schock und traute meinen Augen nicht, als ich meinen Namen, sowie den meines Mannes und meiner Tochter im "Buch der Erinnerung an die Opfer der großen Hungersnot in den Jahren 1932 - 1933 entdeckte" - berichtete eine Frau aus dem Oblast Sumi, Reportern der in Odessa ansässigen Zeitung “Segodnya”. Ein Bibliothekar aus dem Heimatort dieser Familie gab nun sogar gegenüber Medien zu, dass das Erinnerungsbuch seines Ortes sogar mindestens von einem halben Tausend verhungerten Landleuten berichtet, die sich nach wie vor bester Gesundheut erfreuen.

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Aufgebrachte Bewohner des Dorfes organisierte einen Protest am Sitz der Behörden. Es stellte sich dann heraus, dass ein junger Beamter der Bezirksregierung, das Heimatbuch gefälscht hatte indem er einfach Namen von Wahlisten abschrieb. Listen in Erinnerung an die Opfer der Großen Hungersnot liegen in der gesamten Ukraine aus, u.a. auch in öffentlichen Bibliotheken. Dank dieser Maßnahme, hat das Institut des Nationalen Gedenkens in Kiew es noch nach 75 Jahren geschafft, mehr als 800 Tausend neue Namen von Opfern des Völkermords zu registrieren. Das Demographische-Institut in Kiew hatte kürzlich geschätzt, dass in den Jahren 1932 - 1933 mindestens 3,6 Millionen Ukrainer an Hunger starben. Hunger war das Ergebnis von Aktionen des bolschewistischen Regimes. Es wollte damit den Widerstand der Bauern gegen ihre Kollektivierung brechen. Der Genozid wird von ukrainischen Behörden seit längerer Zeit untersucht.

Noch bis vor wenigen Jahren durfte man nicht in der Ukraine über den sog. "Holodomor", die Hungersnot in der Ukraine und angrenzenden Gebieten sprechen. Jahrzehntelang war dies ein Tabu. Dokumente aus den Jahren 1932 - 1933 beweisen dass Stalin und dessen späterer Außenminister Molotow die Flucht der Bauern vor dem Hunger auf dem Lande in die Städte verboten hatten. Unter Stalin galten die Ukrainer als Feinde der Sowjetunion. Viele Menschen verendeten damals qualvoll. Der Hunger liess die Landbevölkerung wahnsinnig werden, Mütter aßen sogar ihre Kinder. Dokumente aus ukrainischen Archiven belegen, dass die Hungersnot durch Stalins Regime organisiert worden war. Es ist unglaublich dass dieses gigantische Verbrechen bis heute nicht von russischer Seite aufgearbeitet wurde, obwohl es nicht weniger grausam und umfangreich als der Holocaust an Juden war.

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Holodomor, der vergessene "Holocaust"

Geschrieben von: Kaiser Karl IV () am 26-08-2009 14:14

Holodomor, der vergessene "Holocaust"

Geschrieben von: Kaiser Karl IV am 26-08-2009 14:14

Auf dem Totenbett im Dez. 1923 schrieb Lenin einen 
Brief an Stalin - warum wohl an diesen - mit der 
Aufforderung, "alle, die bis jetzt nicht in die 
Sowchosen eingetreten sind, also die Kulaken, seien zu liquidieren!" Stalin, der Briefempfänger, verwirklichte alsbald nach seiner Machtübernahme 1927 diesen Gedanken Lenins, der im Übrigen, wäre er nicht so früh gestorben, die massenmörderische Bilanz seines Nachfolgers Stalin wahrscheinlich auch erreicht hätte. 
Die Einzelheiten über den nicht von Hollywood  
trivialisierten Massenmord lesen Sie bitte in 
"Die Ernte des Todes" nach, das der brit. Histo= 
riker in den USA/University of California Robert 
Conquest etwa 1985 veröffentlichte. Mind. 8 Mio. 
Opfer, davon 30% Kinder, ermittelte er. Warum 
darf man dies nicht mit dem Judenmord unter Hitler 
vergleichen, warum soll dieser "singulär" sein, 
der "Holodomor" mit größeren Zahlen aber uner= 
wähnt bleiben? Dutzende v. Leserbriefen über 
diesen Vergleich von mir sind nie veröffentlicht 
worden, so sehr suhlen sich deutsche Journalisten 
in ihrem Schuldkomplex! Ich habe auch die Hoff= 
nung aufgegeben, daß sich russ. Wissenschaftler 
mit dieser "Bewältigung" auseinandersetzen wollen, 
die erneute Lüge über Katyn und die "Bemühungen" 
Medwedjews um eine kontrollierte Geschichts= 
schreibung à la Deutschland lassen auch nichts 
Gutes erwarten!

 

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Dienstag, 25. August 2009
 

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