Washington - US Bundesanwalt Eli M. Rosenbaum (54) sucht seit 30 Jahren mutmaßliche NS- Täter, die aus irgendwelchen Gründen nach dem zweiten Weltkrieg in den USA Aufnahme fanden und sich seitdem hier vesteckt haben sollen. Er ist Direktor des Office of Special Investigations (OSI), einer speziellen Behörde der amerikanischen Justiz. Sein Job ist nicht einfach, denn in der Regel hat er zu seinen Ermittlungen weder eine Tatort- Studie noch lebende Zeugen und die Beweise gegen seine Zielpersonen sind auf der ganzen Welt verstreut. 107 angebliche Holocaust- Helfer hat Rosenbaum während seiner Laufbahn bereits aufgespürt, 101 hiervon mussten danach die USA verlassen. Meist waren dies keine ethnischen Deutschen, sondern gebürtige Litauer, Letten, Ukrainer, Rumänen und Angehörige anderer Volksgruppen, die in Konzentrationslagern oder anderswo an Juden und Zigeunern auch persönlich Hand angelegt haben sollen. Gemessen an der Masse derartiger Mittäter des Holocaustes, war die Ausbeute Rosenbaums allerdings sehr mager. Doch man muss ihm zugutehalten, dass er der einzige wichtige Verfolger von NS- Tätern jeglicher Nationalität ist, während andere nur jagd auf Deutsche und Österreicher machten.
"Täter aus dem Alter raus"
Rosenbaum ist Amerikas größter Nazi-Jäger. Über sechzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist er immer noch beim Aufspüren ihrer letzten überlebenden Verbrecher. Schon vor Jahrzehnten hatte er versprochen nicht eher zu ruhen, bis auch der letzte Nazi zur Rechenschaft gezogen wurde. Über die Schrecken der Konzentrationslager hatte Eli Rosenbaum von seinem Vater erfahren, der bei der Befreiung des KZ - Dachau wo mehr als 30.000 Häftlinge ermordet worden sein sollen. Genaueres hatte er ihm allerdings hiervon nie erzählt, doch seine Augen sollen bei diesem Thema immer von Tränen erfüllt gewesen sein. Hunderte oder sogar Tausende von Nazi-Kriegsverbrechern und Kollaborateuren sollen seit 1945 in der USA Aufnahme gefunden haben. Die von der OSI per Steckbrief in den USA gesuchten angeblichen Täter sollen verantwortlich bzw. mitverantwortlich für den Tod von 2 Millionen, der 6 Millionen "auf Hitlers Befehl" getöteten Juden sein. Die meisten der Kriminellen sind gestorben, oder wie Rosenbaum sagt, "aus dem Alter raus".
USA schafft NS- Täter vor ausländische Gerichte
Viele Ungereimtheiten, Widersprüche und auch Desinteresse von US- Behörden begleiteten Eli Rosenbaum bei seiner Arbeit der letzten 30 Jahre. Dies spürte er erstmals im Jahre 1964, als der österreichische Nazi-Jäger Simon Wiesenthal der "New York Times" einen Tipp gab, dass man eine gewisse Hermine Braunsteiner Ryan, welche stellvertretende Oberaufseherin im KZ Majdanek im besetzten Polen war, im New Yorker Stadtteil Queens finde. Doch die US Behörden hatten kein Interesse an einer Untersuchung in der Sache. Erst 1973, nach gewachsenem jüdischen Einfluss in der New Yorker Politik, wurde die gebürtige Österreicherin verhaftet und an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert. 1981 verurteilte man sie zu lebenslänglicher Haft. Ihre damalige Chefin in Majdanek, die wahrscheinlich jüdischstämmige Frida Ehrich war übrigens angeblich schon 1948 in Polen hingerichtet worden. Die Aussagen Ehrichs beim NKWD wurden beim sog. Majdanek Prozess in Deutschland gegen Hermine Braunsteiner genutzt. Speziell für die Aburteilung von Nazi- Verbrechern hatte die USA ein Gesetz geschaffen, dass dies nicht im eigenen Lande geschehen dürfe. So schob man die vermeintlichen Täter entweder in die Länder ab wo sie Taten begangen haben sollen, oder in ihre Heimatländer.
Demjanjuk steht in falschem Land vor Gericht
Einer dieser aus den USA abgeschobener Nazis war auch der kroatischen Nazi-Führer Andrija Artukovic, der sich in Kalifornien niedergelassen hatte und während des Krieges in Jugoslawien in bis zu 700 000 (!) Tötungen verwickelt gewesen sein soll. Österreichische Behörden sollen ihm nach dem Kriege zur Flucht in die USA verholfen haben. In den 80er Jahren war er, nachdem er eigentlich schon viele Jahre vorher in Los Angeles lokalisiert worden war, aus Betreiben Rosenbaum verhaftet und an Jugoslawien ausgeliefert. Hier wurde er zum Tode verurteilt und starb angeblich 1988 an Alterschwäche in der Todeszelle. Der letzte, aber auch umstrittenste "Erfolg" Eli Rosenbaums und seiner Behörde war die Abschiebung des angeblichen Sobibor Wachmannes John Demjanjuk nach Deutschland. Dem gebürtigen Ukrainer wird zur Zeit der Prozess in München gemacht. Man wirft ihm vor an der Ermordung von 29 000 Juden beteiligt gewesen zu sein. Warum er allerdings in Deutschland vor Gericht steht weiss niemand, ausser Gott und die bayerischen Richter, denn für ihn kann eigentlich nur ein polnisches Gericht (Tatort), oder die Ukraine (Geburtsort) zuständig sein. Die USA hat mit der Überstellung Demjanjuks an ein Drittland sogar die eigenen Gesetze gebrochen und die Bayern fühlen sich gar berufen den Internationalen Gerichtshof, oder gar das jüngste Gericht jetzt zu vertreten.
Widerspruch: Jude 42 Jahre mit KZ- Aufseherin verheiratet
Eli M. Rosenbaum stört es nicht dass der Ukrainer Demjanjuk nun vor einem deutschen Gericht steht, wichtig ist, dass ihm überhaupt (zum zweiten Mal) der Prozess gemacht wird. Auch die Lokalisierung und Festnahme einer Aufseherin des KZ Ravensbrück namens Elfriede Rinkel in San Francisko zählt er zu seinen Erfolgen. Im Jahre 2006 wurde sie auf sein Betreiben hin nach Deutschland ausgeliefert. Es schien ihm auch unerheblich darüber zu spekulieren, warum die KZ- Aufseherin Rinkel seit 42 Jahren mit einem Juden verheiratet war, obwohl die Nazis diese doch angeblich für eine mindere Rasse hielten. "Meine Spezialität ist die Vernehmung von Verdächtigen" - sagte Rosenbaum kürzlich in einem Interview welches von der Washington Post abgedruckt worden war. Dies zeigte er auch dem Litauer Juozas Kisielaitis der verdächtig war ein Mord- Bataillon gegen Juden in Litauen angeführt zu haben. In seiner Schneiderei in Worcester (Massachusetts) brachte er Kisielaitis so in Bedrängnis, dass dieser kurz darauf nach Kanada "floh". Sein voraussichtlicher letzter Fall, bevor dann endgültig alle Täter verstorbene sind, stammt ebenfalls aus der Ukraine, nennt sich John Kalymon und ist 88 Jahre alt. Er soll an der Erschiessung von 2128 Juden im besetzten polnischen Lemberg beteiligt gewesen sein. Die Münchner Staatsanwaltschaft wartet schon auf ihn.
Rosenbaum spricht von "polnischen Konzentrationslager"
Rosenbaums OSI- Aktionen, die Jagd auf kleine greise Mittäter des Holocaustes, ist in den USA umstritten. Dies vor allen Dingen auch weil diese der amerikanische Steuerzahler alljährlich mit einem 100 Millionen Budget unterstützen muss. Nur noch neun anhängende Fälle könnten allerdings das baldige Ende der Nazi-Jagd in Amerika bedeuten. "Wir haben den Rechtsstaat bestätigt. Wir haben eine laute und klare Botschaft abgesandt, dass die USA nicht bereit ist ein Heiligtum für die Täter von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu werden" - sagte der OSI- Direktor in dem og. Interview. Seltsamerweise benutzte er in dem langen Gespräch durchweg die von Polen verfolgten Begriffe wie "polnische Konzentrationslager" oder "polnische Lager". Polens Botschaft in Washington hat hierauf bereits lautstark reagiert. Rosenbaum hat in den letzten 30 Jahren mehr als 3 Miiliarden US Dollar für fast nichts verpulvert. Die Alibi- Verfolgungen von angeblichen NS- Tätern in den USA, die meist aus Osteuropa stammten und so leichten Zugang zur amerikanischen Gesellschaft fanden und das seltsame Verhalten der Behörden in diesem Zusammenhang, lässt über Motive spekulieren, die man nur mutmaßen kann.
USA schützt jüdische Täter
Man darf auch nicht vergessen, dass die USA auch Heimat für jüdische Täter der NS Zeit wurde. Viele hiervon gehörten einheimischen Hilfspolizei- und Sicherheitskräften, Partisanen, oder irgendwelchen Verbrecherbanden an, die es damals wie Sand am Meer gab. Verfolgt wurde in den USA nicht einer dieser Täter. Dies gilt auch für US- amerikanische Kriegsverbrecher, die deutsche Kriegsgefangene in Massen verhungern liessen oder anderweitig töteten. Aufgearbeitet wird nur das was politisch passt und keine Gefahr für die Kontrolle über die Geschichte ist. Rosenbaum kennt die wirkliche Geschichte, aber er wird über seine diesbezüglichen Erkenntnisse nie berichten, genausowenig wie sein Vater ihm nie etwas konkretes über Dachau erzählen wollte. Sein Erfolg liegt nach unserer Ansicht also zuerst einmal darin, dass er auch viele Unwahrheiten der Historie über die Zeit gebracht hat, während zehntausende Täter und Zeugen aus Osteuropa, den USA, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Österreich oder Italien ungefragt oder unbestraft dahinstarben.
Viele Nachkriegs- Massenmörder leben noch
Nach dem Motto: "Wer die Geschichte kontrolliert, beherrscht die Zukunft ", hat er mit wenigen kleinen Mitläufern und schwachen Beweisen gegen sie, anderen Tätern vieler Nationen, einen noch größeren Gefallen getan. Für 3 Milliarden Dollar hätte man eigentlich etwas mehr erwarten können, als ein paar halbtote und wehrlose ukrainische oder litauische Täter vor deutschen Gerichten. Vielleicht könnte sich Herr Rosenbaum jetzt auch mal mit den jüdischen Schlächtern des NKWD und bei den polnischen Sicherheitskräften beschäftigen, die sogar noch nach dem zweiten Weltkrieg in russischen, polnischen und deutschen Konzentrationslagern, hauptsächlich deutsche Zivilisten und polnische Widerständler quälten und töteten und später in die USA oder nach Isarael flüchteten. Leute wie wie z.B. der Massenmörder von Nemmersdorf, Samuel Morell, gab es jede Menge, viele von ihnen dürften noch heute leben. Oder waren dies etwa keine Verbrechen gegen die Menschlichkeit ? Wenn man den Holocaust, den man selbst ohne Gaskammern nicht leugnen könnte, als einzigartig in der Geschichte behalten will, sollte man nicht auch die eigenen Täter weiterhin alle als dessen Opfer beweinen. John Demjanjuk war vermutlich auch ein Täter, doch schlimmer als ein Morell kann er kaum gewesen sein.
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Vergleich Morell-Demjanjuk hinkt!
Geschrieben von: Kaiser Karl IV () am 07-04-2010 22:29