Budapest - Als am vergangenen Mittwoch Morgen zwei israelische Spionageflugzeuge in den ungarischen Luftraum eindrangen um sich kurze Zeit später im Tieffluge der Hauptstadt Budapest zu nähern, wussten wahrscheinlich nur sehr wenige Leute, was diese sehr ungewöhnliche Aktion zu bedeuteten hatte. Heute weiss ganz Ungarn zumindest dass die Israelis da waren, aber warum, ist immer noch unklar. Eine kleine Regional-Zeitung hatte am 17. März tieffliegende israelische Militär-Jets über Budapest gemeldet und Fotos veröffentlicht. Am 18. März berichteten andere Medien von einem tödlichen Mordanschlag im Osten Budapests, dem der Syrer Bassam Trach durch zahlreiche Schüsse aus einer schallgedämpften Pistole zum Opfer gefallen war. Kurz darauf wurde bekannt, dass dieser Mord bereits am Vortage geschehen war, etwa zu der Zeit als sich die israelischen Aufklärungsflugzeuge in der Nähe befunden hatten. New York Post, Ynetnews und Polskaweb fragen sich, ob nicht der Mossad wieder zugeschlagen hat. Ungarn fragt sich darüberhinaus, was die Israelis überhaupt in ihrem Lande aufzuklären haben, da doch die Nato hier zuständig sei.
Die Idee eine Mossad Aktion, wie zuletzt in Dubai, nun auch in Budapest zu vermuten, schien dem Leiter der Mordkommission der Stadt, Zsolt Bodnar, aus dem "Reich der Fiktion" zu kommen. Auch die ungarische Regierung verwehrt sich gegen derartige Zusammenhänge und behauptet, dass der Syrer schon öfters mit der Polizei zu tun gehabt habe und immer viel Geld bei sich trage, was bekanntlich Räuber anziehe. Die Israelis seien offiziell und routinemäßig "in diplomatischem Auftrag" in Budapest gewesen, was man nur schwerlich mit dem Mord an einem Devisenhändler in Zusammenhang bringen könne. Doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail und durch immer mehr Widersprüche und zweifelhaften Dementis, gerät zumindest der Zweck des Besuches der israelischen Spionageflugzeuge, die ja nicht einmal (offiziell) gelandet waren, ins Rätselhafte. Politiker die gestern noch Untersuchungsausschüsse wegen illegaler Aktivitäten Israels in Ungarn forderten, behaupten nämlich heute, nach dem Motto: "was interessiert mich was ich gestern gesagt habe", dass alles legal, okay und genehmigt war. Im Umkehrschluss ein Grund mehr zu vermuten, dass vielleicht alles genehmigt, aber nicht legal und okay war.
Türkische Medien berichteten, dass zwei israelische Militärflugzeuge vom Typ Gulfstream- G550/C-37A für den 17. März 2010 eine Genehmigung (4.3 2010-Nr. DHGY/422688) zum Überflug der Türkei für die Route Nevatim / Israel - Budapest / Ungarn - Varna / Bulgarien - Nevatim erhalten hatten. Die Flugzeuge sollen um 8.35 Uhr in den türkischen Luftraum eingedrungen sein und um 9.30 Uhr diesen wieder verlassen haben. Danach sei man zwischen 12.30 und 13.20 wieder über der Türkei gewesen (Alle Zeiten MEZ). Der Militärflughafen Nevatim liegt im Süden Israels, in der nördlichen Negev Wüste. Von hier aus operieren Mossad und CIA gleichfalls. Die Kidon, das etwa 50-köpfige Killerkommando des Mossad, residiert ebenfalls in der Negev. Die Angaben aus der Türkei sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen, da Ankara sowie mit der CIA als auch dem Mossad in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet hat. Dies sind aber auch Hinweise aus Ungarn, dass die beiden israelischen Spionage-Flugzeuge garnicht aus Israel, sondern aus Österreich oder Italien gekommen sein könnten. Beobachter wollen die Jets zumindest am Mittwoch Morgen südlich vom Balaton gesehen haben.
Der Syrer Bassam Trach (52) soll nach unbestätigten Informationen ein Geldbeschaffer der Palästeninser gewesen sein. Die ungarische Polizei gab zu, dass auf ihn bereits im Jahre 2007 ein Mordanschlag verübt worden sei, dem Trach allerdings damals unbeschadet entkommen konnte. Mehrmals habe er auch schon mit der Polizei wegen illegaler Geldwäsche "Probleme" gehabt. Der gelernte Tierarzt soll sich seit vielen Jahren als Devisenhändler in Ungarn betätigen. Verwunderlich ist, dass die Polizei seine Ermordung erst am Tage danach bekanntgab und keinerlei Personen-Beschreibung des Täters gibt, obwohl die Tat auf einer vielbefahrenen Strasse, an einer roten Ampel begangen wurde. Es heisst lediglich, der Mörder sei zu Fuß geflüchtet, nachdem er eine kleine Aktentasche aus dem Mercedes seines Opfer geraubt hatte. Warum "Strassenräuber" neuerdings auch schallgedämpfte Waffen einsetzen, konnte man sich auch nicht erklären.
Die israelische Botschaft in Budapest sagte, dass die Flugzeuge auf "Diplomatischer Mission" waren und keinesfalls zur Spionage in Budapest eingesetzt worden waren. Warum man zu dieser Mission aber nicht einmal offiziell landete, beantwortete die Botschaft nicht. Israel ist weder Mitglied der Nato, noch der EU. Was also bewegt die Israelis zu Tiefflugübungen bzw. Touch-and-go Aktionen in Ungarn ? Das kann doch nur eine Sache der Ungarn selbst oder der Nato sein. Die große jüdische Gemeinde im Lande hat keine Fragen hierzu. Was Devisenhändler wie Bassam Trach betrifft, scheinen solche Leute wirklich in permanter Gefahr zu sein, wozu es auch ein weiteres aktuelles Beispiel gibt. Im südpolnischen Krakau sollte vor einigen Wochen ein jüdischer Geldwechsler in einem Einkaufszentrum angeblich beraubt werden. Doch dazu kam es nicht, da der Händler den "Räuber" schon im Ansatze erschoss. Medien meldeten, dass der Todesschütze die Tat unter den Augen der Polizei ausgeführt haben soll. Irgendjemand ermittelt angeblich.
In der hauptsächlich von Deutschland und Frankreich dominierten EU ist eben alles möglich und erlaubt. Foltergefängnisse, politische Korruption in Größenordnungen die es nie gab, mafiöse Bankgeheimnisse, dubiose und verbrecherische Medien, politische Morde mit staatlichen Dokumenten, betrügerische Grippen, Millionen pädophiler Homosexueller, Wissenschaftlicher die zu feige sind zu sagen: "ich weiss nicht" und aussereuropäische Geheimdienste, die hier jedes Recht und Gesetz brechen, ohne jemals zur Verantwortung gezogen zu werden. Was macht es da noch aus wenn es tatsächlich der Mossad war, welcher am 17. März den syrischen Palästineserfreund Bassam Trach in Budapest ermordet hat. Die Iraker, Afghanen, Afrikaner haben größere Probleme als wir. Wir sind da fein raus, wenn wir unsere klebrigen oder gar blutigen Finger fein unter der warmen Decke einer armen Prostituierten verbergen können. Das Schlimmste an der ganzen Situation ist, dass keiner etwas zu dem ganzen Unrecht sagt und alle schon beim nächsten Urnengang wieder ihre Lieblingstäter wählen werden.
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