Polen im Wettrüsten mit Nachbarstaaten
WASHINGTON - Während polnische Medien aktuell die Umstände ein wenig verdrehen indem sie behaupten, dass die USA Waffen an Polen verkaufen wollen, findet ...
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| "Kommersant" : Polen bittet USA um Schutz vor Russland |
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| Samstag, 2. Februar 2008 | |
Als "eine unangenehme Überraschung für Moskau; die die Normalisierung der Beziehungen zwischen Moskau und Warschau ernsthaft bedroht" bezeichnen russische Politiker die Erkenntnis aus den USA, dass der polnische Aussenminister Radoslaw Sikorski um die Stationierung von US Truppen im Polen im Rahmen eines NATO Engagements gebeten habe. Die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" drückt dies auf ihrer heutigen Titelseite so aus: " Sikorski bittet die USA um Schutz vor Russland und hat deshalb in Washington um die Einrichtung von US Natobasen in Polen angefragt". Nach Angaben von "Kommersant" habe Verteidigungsminister Sikorski bei seinem Auftritt vor dem Institut amerikanischer Unternehmer (AEI) gesagt, dass Polen wahrscheinlich das erste Mitgliedsland von EU und NATO sei, dass die USA um Schutz vor der russischen Bedrohung gebeten habe. "Mit äusserster Zufriedenheit würden wir einer Stationierung von US Truppen auf unseren Territorium zusehen" - zitiert die Zeitung den polnischen Außenminister und klärt auf dass Polen so sehr nach amerikanischem Schutz dürste, weil Warschau sich in letzter Zeit angeblich durch "Druck und Erpressungsversuchen mancher Nachbarn, die gegen eine US Raketenabwehr im Lande protestiert hatten, bedroht fühle.Aus Moskau gibt es derweil noch keine offizielle Stellungnahme zu den Vorträgen des polnischen Chefdiplomates Sikorski in den USA. Inoffiziell reagieren hohe russische Politiker und Militärs jedoch mit Unverständnis: "Es sind kaum 10 Tage vergangen dass Herr Sikorski in Moskau ankam um den am 8. Februar geplanten Besuch seines Chefs Donald Tusk vorzubereiten, den ersten Besuch eines polnischen Regierungschefs seit 6 Jahren, da erschien der polnisch-russische Himmel fast wolkenlos, doch jetzt stellen wir fest dass die Tusk Regierung offensichtlich noch mehr gegen unsere Interessen arbeitet, als es zuletzt die Kaczynski Regierung tat." Nach Angaben von "Kommersant" sei eine Anfrage der Zeitung zu den USA Äusserungen Sikorskis, vom polnischen Außenministerium "no comment" zurückgewiesen worden. Das russische Außenministerium teilte jedoch mit, dass es noch nicht klar sei ob die polnische Regierung tatsächlich hinter diesen Äusserungen Sikorskis stehe und ob sie die Widerspieglung einer neuen Politik der polnischen Regierung bilde. "Bei allen Ereignissen ist die normale Logik militarisch. und zieht eine adäquate Reaktion auf ähnliche Bedrohungen nach sich"- zitiert "Kommersant" einen nicht genannten Vertreter des russischen Außenministeriums. "Kommersant zitierte auch wiederholt die Ankündigung des Generalstabchefs der russischen Armee Juri Balujewski, als Antwort auf eine US Bedrohung in Polen, z.B Systeme (Iskander) wie das der Amerikaner in der Umgebung von Kaliningrad (Königsberg) zu installieren und die Enklave insgesamt gehörig aufzurüsten um sich vor der großen Bedrohung zu schützen. Eine adäquate Stellungnahme Moskaus auf höchster Ebene können jedoch derzeit zur zwei Personen abgeben, und das sind Wladimir Putin und Dmitri Miedwiediew den Hauptkandidaten für die Wahlen zum Präsidentenamt am 2. März und die werden sich hüten nun noch überhastet durch eine wenig überdachte Stellungnahme einen Fehler zu machen. Man kann deshalb auch davon ausgehen, dass der Besuch von Donald Tusk in der nächsten Woche in Moskau in anscheinbarer Herzlichkeit über die Bühne gehen wird. Neuere Artikel
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