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Russland richtet SS-21 Raketen auf Georgien PDF Drucken E-Mail
Montag, 18. August 2008


Russische Raketen in Süd-  Ossetien"Obgleich die Russen sich in Kürze aus Georgien empfehlen müssen, wird die Bedrohung durch russische Vernichtungswaffen dauerhaft größer für die georgische Haupstadt, denn Moskau hat bereits die ersten Raketen vom vom Typ SS-21 in Südossetien aufgebaut und auf Tiflis ausgerichtet" - alarmiert die "New York Times". Nach Angaben der Tageszeitung wurden durch russische Pioniere Abschussrampen für russische SS-21 Raketen nördlich der süd-ossetischen Hauptstadt Zchinwali installiert und die dazugehörigen Geschosse in die Region gebracht. "Tiflis ist in ihrer Reichweite, das ist mehr als nur ein Aufmarsch und ein deutliches Signal für den Westen darüber nachzudenken ob es Sinn macht Georgien in die Nato einzuladen" - schlussfolgert die "N.Y.T.". Etwas schneller als die russischen SS-21 Raketen in Südossetien war derweil die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Georgischen Hauptstadt Tiflis, wo sie bereits am Sonntag vor den Kameras der Weltpresse erklärt hatte: "Georgien wird, wenn es das will, und das will es ja, Mitglied der Nato sein" und forderte zugleich ein Ende der gegenseitigen "Schuldzuweisungen" in diesem georgisch- russischen Konflikt.

 

Der Zeitplan eines Abzuges russischer Truppen aus Georgien sieht vor dass am heutigen Montag der Abzug aus den besetzten Regionen beginnen soll. Doch auch zur Stunde deutet wenig daraufhin dass Moskau es mit dieser Abzugs- Zusage ernst meint. Russische Militär- Einheiten sind weiterhin dabei ihre Stellungen in der Nähe von Tiflis zu befestigen. In den Konfliktregionen sollen sogar inzwischen noch zusätzliche Elitetruppen geschafft worden sein, meldet die New York Times und beruft sich Informationen des US Außenministeriums und von westlichen Diplomaten. Kriegsberichterstatter alarmieren, dass in und um Gori und anderer georgischer Städte russische Heckenschützen das sagen haben. Einem polnischen Reporter gelang es mit einem von ihnen zu sprechen: " Mein Name ist Iwan und mein Gewehr heisst "Dragunow" - lacht der Heckenschütze und zeigt auf seine Waffe, das berühmte Heckenschützen- Gewehr der Marke Dragunow. "Das ist die beste Waffe auf der Welt, hiermit treffe ich das Auge einer Mücke auf einen Kilometer Entfernung. Euch, den Journalisten, werden keine kugelsicheren Westen helfen noch Helme. Wenn wir jemanden wollen, dass gibt es für ihn kein Entkommen" - droht Heckenschütze Iwan.

In der vergangenen Woche zeigten russische Heckenschützen bereits eindrucksvoll dass tatsächlich Journalisten zu ihren Lieblingszielen gehören. Einer georgischen Journalisten schoss man das Mikrofon aus der Hand, indem man einfach ihre Hand durchschoss, einem weiteren georgischen Journalisten Kollegen tötete man mit einem gezielten Kofschuss. Einem Reporter des polnischen Rundfunks der aus Gori berichtete fiel ein Ast auf dem Kopf, nachdem irgendein russischer Heckenschütze, um sich die Zeit zu vertreiben, diesen mit einem gezielten Schuss und auf Kosten des Journalisten vom Baume getrennt hatte. Es sind aber nicht nur Journalisten im Fadenkreuz der Killer mit der "Dragunow", sondern auch Bewohner georgischer Städte, die in andauernder Todesangst leben, da die Heckenschützen zum Vergnügen durch ausgewählte Fenster schiessen.

Am Dienstag Nachmittag wird US Aussenministerin Condoleezza Rice zusammen mit ihrem polnischen Amtskollegen Radoslaw Sikorski direkt von einer Sondersitzung der Nato zum Thema Georgien in Warschau eintreffen wo sie am Abend zu einem offiziellen Essen mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk antritt. Am Mittwoch wird Rice dann auch von Lech Kaczynski im Präsidentenpalast zum Frühstück erwartet. Gesprächsthemen werden unter anderem Georgien, die US Raketenabwehr in Polen und die nach Meinung Kaczynskis unfähige "EU Regierung unter Führung von Deutschland und Frankreich" sein. Allgemein wird angenommen dass auch der endgültige Vertrag zur Stationierung von Teilen des weltumfassenden US Raketen- Abwehrschildes in Polen durch Rice und Sikorski unterzeichnet werden sollen, nachdem bereits die Unterhändler Polens und der USA den Entwurf diesen Vertrages in der vergangenen Woche gemeinsam parafiert hatten. Aktuell und zur Stunde streitet sich die polnische Regierung mit Präsident Lech Kaczynski über den Austragungsort der feierlichen Unterzeichnung dieses Vetrages. Kaczynski besteht darauf dass diese Zeremonie im Präsidentenpalast stattzufinden habe, da er ja der Held dieser Geschichte sei. Die Regierung wünscht, dass Sikorski und Rice sich hierzu am Amtsitz des Premiers treffen.




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