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Massengrab Polen: Behörden im Widerspruch PDF Drucken

Veröffentlicht in : Nachrichten, Aktuelles




Marienburg MassengrabNach dem die Temperaturen in Malbork (Marienburg) wieder etwas gestiegen waren, gingen die Ausgrabungen an dem vor zwei Monaten entdeckten Massengrab, aus welchem nach unterschiedlichen polnischen Quellen bisher zwischen 1750 und 2034 Schädel geborgen wurden, am Dienstag Vormittag weiter. Der hierfür eingesetzte Bagger musste nicht lange graben und schon in der ersten Stunde erhöhten sich hierbei die Opferzahlen um einige Dutzend. Fast tagtäglich waren zuletzt Vertreter der internationalen Presse vor Ort um sich vom Ausmaß der Tragödie selbst zu überzeugen. Der Schock saß tief beim Anblick dieses riesigen Erdloches in dem erstmals in der neuzeitlichen Historie ein Bagger die Feinarbeit von Spezialisten ersetzte, was den Respekt der Malborker Stadtverwaltung für das Leid der Opfer und deren Ehre eindeutig belegt. In Polen hat inzwischen der Fund dieser Masse von zivilen Opfern im Zentrum einer ehemals deutschen Stadt große kontroverse Diskussionen ausgelöst. Überwiegend heftig werden der Bürgermeister von Malbork, das Institut der nationalen Erinnerung (IPN) und die Staatsanwaltschaft welche die Ermittlungen in der Sache führt in den Medien und Foren im polnischen Internet kritisiert. Man hat offensichtlich klare Anlässe hierzu und bringt die Verantwortlichen in Erklärungsnot. Bei "Polskaweb News" sind derweil viele, oft anonyme, Hinweise auf etwaige Täter eines nicht unwahrscheinlichen, gigantischen Verbrechens eingegangen.

"Die Zweigstelle des Institutes der nationalen Erinnerung (IPN) in Danzig, verantwortlich u.a. für die Aufklärung von Kriegsverbrechen, ist nicht interessiert an einem mysteriösen Grab mit 2000 Toten aus dem Jahre 1945" - kritisieren mehrere große polnische Zeitungen am Mittwoch das unglaubliche Verhalten des staatlichen Institutes in dieser Sache. Nach Angaben des Malborker Staatsanwaltes Jarosław Kembłowski, dem von besorgten Bürgern Marienburgs vorgeworfen wird das Massengrab unter den Teppich kehren zu wollen, sei das IPN bereits kurz nach Bekanntwerden von der Fundstelle unterichtet worden. Das IPN in Danzig behauptet dagegen, dass es eine solche Mitteilung zwar gebe, diese sei allerdings erst 3 Wochen nach dem von Kembłowski angegebenen Absendedatum in Danzig eingegangen. Staatsanwalt K. hatte bereits nach drei Tagen die Akte "Massengrab Zentrum" geschlossen. Nach seiner Aussage habe er "keine Hinweise auf ein Verbrechen" finden können. Zu diesem Zeitpunkt waren ihm allerdings bereits Einschusslöcher in den Schädeln der ersten gefundenen Opfer bekannt. Ebenso beklagt man sich über die Art und Weise der Bergung der menschlichen Überreste, denen bei der Ausgrabung mit einem Schaufelbagger die Füße abgerissen, Knochen gebrochen oder der Schädel zertrümmert wurde. "Dies ist eine wenig würdevolle Behandlung ermordeter unschuldiger Zivilisten" heisst es durchweg.

Die bei uns eingegangenen Hinweise zu dem Drama von Marienburg beinhalten meist Namen von Personen und Organisationen welche im Zeitraum 1945/46 im Großraum Marienburg ein mörderisches Unwesen getrieben haben sollen. Eine dieser genannten Organisation und Namen in Verbindung mit Morden wiederholt sich hierbei in mehreren Hinweisen: Die "Wileńska Brygada", auch "Todesbrigade" genannt, unter der Führung von Zygmunt Szendzielarz "Łupaszko". "Wileńska Brygada" war ein Arm der polnischen Heimatarmee. Zygmunt Szendzielarz führte diese Truppe streng militärisch in Uniformen der polnischen Armee. Diese Brigade war während des zweiten Weltkrieges im Raume Wilnius in Litauen entstanden und soll dort vor allen Dingen gegen deutsche - und russische Besatzungstruppen vorgegangen sein. Nach dem Ende des Krieges operierte die Wileńska Brygada vor allen Dingen im Raume Pommern, Westpommern und Masowien. Hier töteten sie nicht nur russische Soldaten, sondern auch polnische Beamte und Zivilisten denen man "Verrat" nachsagte. Gleichzeitig lieferte man sich auch Gefechte mit anderen Gruppierungen, wie z.B. diversen Räuberbanden die sich in den ehemals deutschen Gebieten dem Raub und Mord widmeten. Das sich die Wileńska Brygada hierbei im Kampf um den Schutz der noch in diesen Regionen verbliebenen deutschen Restbevölkerung bemühte, ist unwahrscheinlich.

Nach den uns zugegangenen Hinweisen sollen sich Mitglieder der "Wileńska Brygada" in großer Zahl ab dem Spätherbst 1945 in Marienburg aufgehalten haben und von dort aus "Ihr Unwesen" getrieben haben. Diesbezüglich sind wir auch beim IPN, das angeblich schon lange wisse wer Opfer und Täter waren, in Danzig fündig geworden. Demnach hatte tatsächlich ihr Kommandant Zygmunt Szendzielarz eine Postkarte im Oktober 1945 aus Marienburg abgesandt. Anfang 1946 hatte man lt. IPN dann auch damit begonnen ein umfangreiches Waffenlager in der Stadt anzulegen, was vor allen Dingen aus Handgranaten und deutschen Maschinenpistolen MP43 bestanden haben soll. Ob eventuell noch lebende Mitglieder der "Wileńska Brygada" etwas über das mysteriöse Massengrab sagen könnten ist unklar. Es gibt auch keinen konkreten Hinweis ob diese "Truppe" etwas mit dem Tod dieser fast 2000 Menschen zu tun hatte. Eine Verbindung stützt sich bisher nur auf Vermutungen von teilweise anonymen Schreiben in polnischer und deutscher Sprache, die man mit Vorsicht behandeln sollte.

Polskaweb News ist sehr erstaunt über diverse Medien Reaktionen im Bezug zu unseren Artikeln zum "Marienburg Massengrab". So schreibt der bei der Marienburger Tageszeitung "Dziennik Bałtycki" wirkende Journalist Jacek Skrobisz uns einen Brief indem er uns in ungewöhnlicher Form vorhält, dass wir auch eine Täterschaft anderer, als nur die der Russen, in Erwägung zögen. In einem Artikel von heute in dieser Zeitung, welche zum deutschen Unternehmen "Passauer Verlagsgruppe" gehört, schreibt Skrobisz nicht sehr vorteilhaft über das Engagement von Polskaweb und auch der deutschen Tageszeitung "Bild", welche vor Ort zur Aufklärung eines Massengrabes beitragen wollen. Wohlwollen nennt der "Dziennik Bałtycki" Journalist auch den Namen einer zuständigen Redakteurin bei Polskaweb News, welche nun persönlich mit Droh-Briefen und Anrufen, sowie Beleidigungen zu rechnen hat. Das schweizer Newsportal "www.20min.ch" ordnet Polskaweb News in einem Bericht sogar der rechten Szene zu: "Auf mehreren Websites wie Polskaweb.eu, die dem rechten politischen Spektrum zugerechnet werden können, werden jedoch polnische Milizionäre verantwortlich gemacht; freilich ohne jeden Beleg". Das Magazin unterstellt uns dass wir polnische Milizen für den Massenmord in Marienburg verantwortlich gemacht haben, was natürlich nicht der Wahrheit entspricht. "20min.ch" schreibt andersherum aber sehr subjektiv für eine Zeitung: "Keine polnische Beteiligung" und will hiermit suggerieren dass es einzig Russen waren welche diese grauenhafte Stätte in Malbork gefüllt haben könnten. Polskaweb hat "20min.ch" um eine Stellungnahme und die Identitäten der Schreiber dieses Artikels gebeten, jedoch keinerlei Antwort erhalten, sodass wir uns gezwungen waren am Mitwoch eine Strafanzeige gegen die schweizer Zeitung zu machen.

Update:

Inzwischen ist auch das deutsche BKA nach einem Gong aus Berlin wach geworden und hat Experten zur Unterstützung der Polen bei der Zuordnung der Überreste der Opfer nach Polen gesandt. Gleichzeitig soll auch die Todesursache der einzelnen festgestellt werden. Wir hoffen, egal wie die Untersuchungsergebnisse und Ermittlungen in dieser grauenhaften Sache einmal ausgehen werden, das auch diese eine Warnung für die nachkommenden Generationen sein wird. Die Helden dieser Aufdeckung eines wahrscheinlichen Massenmordes sitzen in Malbork, denn sie haben die Medien und Behörden in Deutschland und Polen alarmiert und zeigen damit ganz klar, dass sie eine ehrliche deutsch-polnische Freundschaft wollen und keine Vertuschungen, Verschleierungen und Lügen. Solchen Leuten steht eigentlich ein Bundesverdienstkreuz zu, denn sie haben sich um deutsche Opfer uneigenützig verdient gemacht und deren unwürdige Behandlung mit einem Bagger und diverse andere Verfehlungen öffentlich angeklagt.

Update:

Der folgende Hinweis über die Mitteilungen eines Augenzeugen im November 1945 bestätigt
unsere Vermutung, dass viele Deutsche den Krieg in Marienburg überlebt hatten und sich zum Jahresende 1945 noch in Marienburg aufhielten. Dies ist ein sehr bedeutendes Indiz, welches sich auch mit dem Aufenthalt der sog. "Todesbrigade" in Marienburg datumsmäßig deckt.

http://www.heimatkreis-marienburg.de/ratselhafter_fund.html

Am 10. Januar 2009 gegen 20.00 Uhr wurde dem Heimatkreisvertreter Bodo Rückert telefonisch folgendes Erlebnis mitgeteilt:

Im November 1945 hielt ich mich als Fünfzehnjähriger in der unmittelbaren Nähe des Marienburger Bahnhofs auf. Mit großem Geschrei stürzten plötzlich unter massiver Gewaltanwendung (Knüppeleinsatz) durch die polnische Miliz etwa 200 bis 300 Personen, Frauen und Kinder, durch das Haupttor des Bahnhofs auf die Straße. Sie wurden wie Vieh in Richtung Innenstadt getrieben …

Ein auf die Straße gefallener Junge wurde dabei niedergetrampelt und unversorgt liegen gelassen.
Das damalige brutale Geschehen durch die polnische Miliz ist mir unvergessen geblieben und durch die jetzige Berichterstattung in der Presse über die Funde in Marienburg ganz unverhofft in meine Gegenwart zurückgekehrt. Mit dieser Mitteilung, die ich auch beeiden würde, möchte ich der Aufklärung dienen.

(Name, Anschrift und Telefonnummer des Anrufers sind dem Heimatkreisvertreter bekannt)

Diese Aussage wirft die Spekulationen vor Ort und die der deutschen Medien, welche zuletzt sogar 2000 Zivilisten an Typhus starben sahen, komplett über den Haufen. In Polen spekulierte man sogar dass es sich bei den Toten im Marienburger Massengrab um von Deutschen umgebrachte Polen oder Juden seien, oder auch Polen die durch jüdische Hände getötet wurde. Es gibt allerdings viele besorgte Bürger in Polen die vermuten das die Behörden nun erst Recht versuchen die Umstände des Todes dieser Menschen zu verschleiern. Als ersten Schritt
bemerkte man einen Opferschwund. Wobei hier überwiegend die Schädel der Opfer mit den Kopfschüssen "verlorengegangen" sein sollen. Vor ca. 3 Wochen brachte die Danziger Filiale des staatlichen Fernsehens TVP einen Livebericht vom Massengrab. Die mit der Exhumierung beauftragte Firma berichtete den Reportern von ca. 2050 gefundenen Schädeln, hiervon wiesen 238 ein Einschussloch in der Stirn auf.. Vor dem Besuch des Fernsehens war schnell der Exhumierungs-Bagger abgezogen und durch Leute mit kleinen Schaufeln und Hämmern ersetzt worden, damit die Welt nicht erfährt in welcher Würde man die Opfer tatsächlich exhumierte. Jetzt haben die Bediensteten am Grab Sprechverbot und dies nutzte man um die Opferzahlen nach Unten zu korrigieren. Es müssten inzwischen schon weit über 2100 gefundene Schädel sein. Doch die Stadtverwaltung spricht nun von weniger als 1850 Opfern, hiervon 28 mit einem Kopfschuss.......

Zur Aufklärung der Vorgänge, welche sich vermutlich im Jahre 1945 in Marienburg tatsächlich abgespielt haben könnten bitten wir unsere Leser um Mithilfe. Hierbei sind in erster Linie diejenigen angesprochen welche in Marienburg lebten bzw, deren Nachkommen, welche irgendwie zur Aufklärung der grausamen Ereignisse beitragen könnten. Unklar ist nach wie vor, wer die Täter waren und die Opfer sind. Mit dem Hinweis der örtlichen Behörden Malborks: "Das waren die Russen", ist erst einmal niemandem geholfen, da hierzu keinerlei Beweise vorliegen.

Offene Fragen sind auch für uns:

"Warum hat sich bis heute das Institutes der nationalen Erinnerung (IPN) zuständigkeitshalber nicht in diese Sache eingeschaltet ?"

"Warum hatte die zuständige Staatsanwaltschaft die Akten schon nach 3 Tagen geschlossen ?"

"Warum gibt es keinerlei Unterlagen in den Archiven über diese gigantische Grab-Stätte ?"

"Warum wurden alle Opfer nackt begraben und keine Munition oder Zahnspangen, Goldzähne gefunden?"

"Warum hat der Marienburger Bürgermeister schon kurz nach dem Fund der ersten Opfer auf dem Gelände des polnischen Hauses in Marienburg die Anordnung herausgegeben die Überreste mit einem Schaufelbagger zu bergen und dann auf dem Grundstück einer deutschen Kirche zu begraben, obwohl er zu jenem Zeitpunkt angeblich noch lange nicht wusste dass es Deutsche waren?"

"Warum sind diese Arbeiten mit äusserster Schnelligkeit vonstatten gegangen?"

"Warum wird bei den Behörden nicht einmal diskutiert, dass die Täter eventuell keine Russen waren ?"


Polskaweb hatte erstmals Anfang Dezember 2008 von dem Massengrab berichtet.


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Deutsche zivile Opfer endlich im Blick

Geschrieben von: Edgar Lössmann () am 01-02-2009 11:20

Deutsche zivile Opfer endlich im Blick

Geschrieben von: Edgar Lössmann am 01-02-2009 11:20

Das Massengrab an der Marienburg – deutsche zivile Opfer endlich im Blickpunkt 
von Edgar Lössmann, Januar 2009 
 
Erstaunt nahmen Deutsche zur Kenntnis, dass der Tod von deutschen Zivilisten nach 1945 in den polnisch verwalteten deutschen Gebieten, wie es in alliiertem Deutsch hieß, plötzlich in polnischen Zeitungen und Medien thematisiert wurde. Gab es doch immer ein Schweigen darüber, dass Ostdeutschland einmal von Deutschen und nicht von Polen bevölkert war und dass man die nicht geflüchteten Deutschen entweder umgebracht oder völkerrechtswidrig vertrieben hatte. Bei Bauarbeiten hatte man ein Massengrab in etwa 300 Metern Nähe der Marienburg gefunden. Polnische Einwohner hatten polnische und deutsche Behörden davon unterrichtet und zeigen damit ihre Absicht, dass sie eine echte polnisch-deutsche Freundschaft und keine Vertuschungen und Lügen mehr wollen. 
 
Daß man immer wieder vermutlich deutsche Zivilisten findet, die einfach verscharrt worden sind, ist keine Seltenheit. Jetzt hat ein polnischer Zeuge auch ein Massengrab in der Kopernikusstraße 65 in Lodz angegeben, wo deutsche Kriegsgefangene, die Zwangsarbeit verrichtet hatten, von Polen erschossen und begraben worden seien.1 
Bekannt geworden sind auch Fundorte wie Danzig, Swinemünde (auf dem Gelände der Sonderschule), Hirschberg und anderswo. Nur ist das nicht in den Blick der Öffentlichkeit gelangt. Deutsche waren zur damaligen Zeit vogelfrei. 
Junge Polen fragen heute danach, was denn ihre zumeist Großeltern mit den Deutschen gemacht haben. Nachdem bekannt geworden war, dass Polen im Ort Jedwabne ein Judenpogrom zu verantworten hatten, wurde die polnische Nachkriegsgeneration erstmals sensibilisiert. Jetzt sind sie schockiert, dass man sich nach dem Kriegsende an deutschen Frauen, Kindern und alten Leuten vergriffen hatte, um deutsches Staatsgebiet und das Privateigentum zu vereinnahmen. Was in Deutschland seit langem bekannt und dokumentiert ist, gelangt nun zur Aufarbeitung durch die polnische Nachkriegsgeneration. Man hat sie angeschwiegen und angelogen. Daß deutsche Staatsanwaltschaften und das Auswärtige Amt sich weigerten, in der Sache der Marienburg tätig zu werden, nennen die Polen laut Polskaweb „menschenverachtend“ und können es nicht verstehen. Was wohl auch die deutschen Wähler nicht verstehen können. Unter anderem liegt eine Anzeige wegen des Verdachtes auf Mord an etwa 1800 deutschen Staatsangehörigen bei der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig vor. Daß jetzt aber die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Aufklärung zum Massengrab will, entspringt hoffentlich aufrichtiger Anteilnahme an den toten deutschen Landsleuten.2 Wie Polskaweb News berichtet, handelt es sich bei den Exhumierten nicht um Schädel, wie sie für „Slaven“ typisch sind. Daß es sich um Deutsche handelt, gilt als gesichert. 
So manchem treibt es die Tränen noch schneller in die Augen, wenn er weiß, dass unter den inzwischen über 2000 Toten des Marienburger Massengrabes auch Kinder mit durchschossenen Schädeln sind. Insgesamt wurden bisher 238 Schädel mit Einschusslöchern gefunden. 
 
Daß in den damals deutschen Gebieten die Polen KZ’s für Deutsche einrichteten, ist in Deutschland bekannt. Der Lagerarzt des KZ Lamsdorf, Dr. Heinz Esser, berichtet folgendermaßen: "Die Aufnahme ins Lager vollzog sich etwa so: Die meisten der nachts ausgesiedelten und ausgeraubten Menschen eines Dorfes wurden mit dem Rest ihrer Habe ins Lager gejagt. Dort mußten sie den ganzen Tag bei Wind und Wetter vor dem Büro stehen und auf ihre Registrierung warten. Nachdem jedem einzelnen auch das Letzte, einschließlich Mantel, Rock oder Schuhen geraubt worden war, wurde er verprügelt, mit Kolben gestoßen, mit Bleikabeln geschlagen usw., so daß diese Menschen im Gesicht völlig unkenntlich, blutüberströmt und oft mit zerbrochenen Gliedern und Rippen weggestoßen wurden. Markerschütternde Schreie hallten von dort ins Lager. Viele wurden erschlagen oder erschossen, die Überlebenden starben in zahlreichen Fällen an den Folgen der vorausgegangenen unbeschreiblichen Mißhandlungen. Sie wurden geschlagen und getötet, nur weil sie Deutsche waren. Die Hinmordung geschah entweder durch Erschlagen mit Knüppeln oder Zaunlatten auf den Schädel, wobei der Unglückliche meist niederknien mußte, oder er erhielt einen Schlag gegen die Halsschlagader, worauf er regelmäßig tot hinstürzte, oder er wurde durch Fußtritte auf den Leib und auf die Kehle ermordet. [...] Man schoß auch auf Menschen, die zum Beispiel zur Latrine gingen oder einen Auftrag auszuführen hatten, am hellichten Tage wie auf Schießbudenfiguren. Manche kamen in einen unterirdischen stockfinsteren Raum, der bis fast Mannshöhe mit fauligen Wasser gefüllt war, und mußten hierin mehrere Tage und Nächte unter entsetzlichen Qualen verbringen, bis sie endlich durch den Tod erlöst wurden... [...] Den sadistischen Grausamkeiten der Lagerbewachung waren Männer und Frauen gleichermaßen ausgesetzt. Es war auch keine Seltenheit, daß Frauen und Männer Prügelstrafen erhielten, während selbst schwerkranke Frauen vergewaltigt wurden. Am 2. September 1945 kamen etwa 100 Frauen am Abend von einem Arbeitskommando bei strömendem Regen bis auf die Haut durchnäßt ins Lager zurück. Sie mußten Nazi-Lieder singen und dabei nach dem Übungsplatz marschieren. In der Platzmitte wurde ein Schemel aufgestellt, worüber sich der Reihe nach jede Frau legen mußte und dann etwa 25 bis 30 Schläge mit dicken Knüppeln auf das Gesäß erhielt. Den Frauen hingen nach diesen Marter-Prozeduren die Haut und Muskulatur buchstäblich in Fetzen herunter, und sie bekamen nur auf ärztlichen Protest Einlaß in die Krankenstube. Dort lagen sie ohne Verbandszeug, das der Kommandant verweigerte, auf schmutzigen Strohsäcken wimmernd vor Schmerzen, während massenhaft Fliegenschwärme in den eiternden Wunden saßen. Nach qualvoller Leidenszeit wurden sie endlich durch den Tod erlöst. Kinder erlebten ähnliche Grausamkeiten. Wegen Kleinigkeiten und oft auf Grund bewußt falscher Anzeigen eines polnischen Postens wurden Jungen von 12 bis 14 Jahren ausgepeitscht, bis sie zusammenbrachen, kleine Kinder von den Müttern, die irgendwo nach Polen verschleppt wurden, grausam getrennt. Sie sahen sich nie mehr wieder. Das Flehen und Schreien der Mütter und Kinder wurde mit Schlägen, Treten und Schüssen beantwortet. Auch Mütter, die ihre Säuglinge stillten, wurden von diesen getrennt, so daß die Kinder bald verhungerten, während ihre Mütter wie Vieh mit Stöcken gejagt und geprügelt wurden..."3 Erst im Jahre 2000 wurde der KZ-Lagerkommandant Geborski in Oppeln angeklagt. Im KZ Lamsdorf kamen 6480 Deutsche ums Leben, darunter 623 Kinder. 
 
Kritisiert wird von vielen Polen, dass die Stadtverwaltung Marienburg schon nach kurzer Zeit einen Bagger zur Bergung der Toten einsetzte, so dass viele Skelette zerbrachen und Spuren für die Todesursache möglicherweise vernichtet wurden. Das polnische Staatsfernsehen sendete Bilder von Behältern mit Schädeln und Babys mit Einschüssen zwischen den Augen/im Stirnbereich, die die polnische Nation erschütterten. An den Mauern der Marienburg findet man Schussspuren von Maschinengewehren in einer Höhe von 50 cm, was auf eine Massenerschießung deuten kann. Experten des deutschen Bundeskriminalamtes befinden sich inzwischen vor Ort. Die polnische Staatsanwaltschaft hatte bereits nach drei Tagen die Akten geschlossen und gemeint, sie hätte keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen gefunden. Das glaubt die polnische Öffentlichkeit so nicht und wirft dem leitenden Staatsanwalt Vertuschung vor.4 Der Vertreter des Marienburger Heimatkreises (Heimatvertriebene) reiste zum Ort des Grauens und war erschüttert, wie hier die Toten so entwürdigend exhumiert wurden. Man hat ihn wiederholt angelogen und geleugnet, von dem Massengrab gewusst zu haben, obwohl mitten durch das Massengrab eine neue Wasserleitung gelegt wurde.5 So wurde auch von den polnischen Behörden berichtet, dass in dem Massengrab außer den Toten nichts gefunden wurde. Junge Polen hatten aber fotografische Beweise gefertigt, dass dem nicht so war. Die Toten waren sämtlichst ohne Bekleidung begraben. Die Kleidung wurde unweit des Massengrabes gefunden. 
Im Marienburger Stadtarchiv wurde eine Statistik gefunden, die belegt, dass im Juni 1945 noch 2050 Deutsche in Marienburg lebten. Die Indizien sprechen dafür, dass das Massengrab viele Monate nach Kriegsende angelegt worden ist, vermutlich im Herbst 1945. 
Laut Polskaweb News haben sich die Hinweise verdichtet, dass eine sogenannte „Wilenska Brygada“, die Todesbrigade, sich nach Kriegsende in der Marienburg aufgehalten hat. Sie operierte in regulären polnischen Uniformen im Raum Pommern und Masowien. Der Kommandant dieser Bande hieß Zygmunt Szendzielarz. Die alten Polen selbst verweisen, wenn es um Mord an der deutschen Zivilbevölkerung geht, gerne auf die Sowjets, um unangenehmen Fragen auszuweichen. 
 
Die völkerrechtswidrige Vertreibung Deutscher vom eigenen Staatsgebiet war die größte „ethnische Säuberung“ der Geschichte und Details über dieses Geschehen lassen einem noch heute das Blut in den Adern gefrieren und schnüren einem das Herz zusammen. Stichworte wie der Bromberger Blutsonntag, Nemmersdorf, das polnische Nachkriegs-KZ Lamsdorf, Aussig sind nur einige Orte des schaurigen Schreckens, wo unschuldige Deutsche, auch Kinder, regelrecht massakriert wurden. Auch der völkerrechtswidrige Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung unter Verstoß gegen die Haager Landkriegsordnung ist im kollektiven Gedächtnis haften geblieben. Dazu zählen die endlosen Bombardierungen unserer Städte wie Berlin, Hamburg, Dresden, Königsberg, Stettin, Magdeburg, Kiel... Für 13,8 Millionen Ostdeutsche aus Ostpreußen, Danzig, Schlesien, Pommern, Westpreußen und Ostbrandenburg sowie dem Sudetenland bedeutete das Kriegsende Flucht und Vertreibung mit vorausgegangenen Lageraufenthalten, Schändungen, Quälereien, Gewalt- und Mordorgien unbeschreiblichen Ausmaßes unter Wegnahme aller Habe und allen Gutes. Es gab keine internationalen Kommissionen, an die sich die deutsche Bevölkerung hätte wenden können, um vor Mord, Vergewaltigung und Deportation Schutz zu suchen. Man hatte mit unseren Menschen kein Erbarmen. Auf den Rheinwiesen verhungerten Abertausende deutscher Kriegsgefangener im amerikanischen Gewahrsam, die vom VDK bis heute nicht exhumiert werden dürfen. Desgleichen in sowjetischen Kriegsgefangenenlagern im fernen Sibirien und in den von den Alliierten eingerichteten bzw. weitergeführten KZ’s in Deutschland. 
Was millionenfach in Ostdeutschland jenseits von Oder und Neisse geschah, ist nicht nur völkerrechtswidrig, sondern ein Verbrechen, dass juristisch mit Völkermord bezeichnet wird. Der Völkerrechtler Prof. Dr. Dr. Alred de Zayas (USA) äußerte hierzu in einer Vorlesung: „Vertreibung und Verschleppung können sehr wohl als Völkermord bezeichnet werden, wenn die Absicht des Vertreiberstaates nachweislich ist, eine Volksgruppe auch nur teilweise zu vernichten.“ Durch Kriegshandlungen besetztes Gebiet wird durch rechtswidrige dauerhafte Besetzung (siehe Haager Landkriegsordnung) nicht zum Eigentum der Räuber. Diesen Rechtszustand haben wir heute in Hinterpommern, Ostbrandenburg, Schlesien, Westpreußen, Ostpreußen und auch dem Sudetenland. Deutschland wurde von den Alliierten in die Staatsgrenzen von 1937 gepreßt, was aber auch mangels Friedensvertrag bis heute Makulatur und Heuchelei blieb. Die ihres Zuhauses beraubten Deutschen konnten ihr Privateigentum und ihre Heimat bis heute nicht wieder in Besitz nehmen. Nicht wenige Deutsche haben vor polnischen Gerichten die Rückgabe ihres Besitzes erfolgreich eingeklagt. Gerecht sind diese Umwege nicht. Viele Ostdeutsche, die überlebt hatten, sind bereits verstorben. Nicht nur polnische Politiker haben auf die biologische Lösung des Vertriebenen- und Friedensvertraglichen Problems gehofft. 
Einige Deutsche meinen, man solle doch die Vergangenheit ruhen lassen. Sie meinen, irgendwann müsse es doch einmal aufhören mit diesem Thema. Sie irren gewaltig. Wer vor der tatsächlichen Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart. Und Zeitgenossen die meinen, man würde alte Wunden wieder aufreißen, sei deutlich gesagt, dass diese Wunden niemals verheilt waren bei der Erlebnisgeneration. Die Traumata wirken bis in die Enkelgeneration hinein Die Thematik „Flucht und Vertreibung“ ist immer ein Stiefkind der geschichtlichen Aufarbeitung gewesen. Häufig wurde der Mantel des Schweigens darüber gebettet, wurden die Vertriebenen zu unrecht als Stiefkinder der Nation behandelt, als hätten sie kein Recht auf ihr Zuhause und als wären sie nur Nörgler und Unruhestifter. Jemand sagte einmal, dass nichts wirklich geregelt sei, was nicht gerecht geregelt ist. 
Hoffen wir darauf, daß gutwillige, junge Polen dazu beitragen werden, weiteres Licht in das Dunkel der schweren polnischen und sowjetischen Verbrechen zu bringen und ein Stück Gerechtigkeit und Wiedergutmachung herzustellen.Deutschen Politikern muß man dringend anraten, sich endlich den geschichtlichen Erkenntnissen zu stellen und das Spiel „Des Kaisers neue Kleider“ zu beenden Das ist auch die Meinung vieler Polen. Ideologisch vorgegebene Sichtweisen sind wenig hilfreich. Das weiß man schon aus Zeiten des sozialistischen Ostblocks. 
 
Herta Ruthart schrieb einmal dieses traurige Gedicht zum KZ Lamsdorf (insgesamt 1255 KZ’s laut Bundesarchiv Koblenz):: 
DER TOD IN POLEN 
 
Deutscher, wenn du nach Polen kommst, 
Gib acht, wo du hintrittst! 
Das sind die ermordeten Kleinen, 
Die unter deinen Füßen vergraben sind! 
 
Hörst du das Jammern, wie von waidwundem Reh? 
Das sind die Mütter im Tränensee! 
Hörst du es, wispern die Gräser, hörst du das Klagen? 
Das sind die Alten, die sie erschlagen. 
 
Sieh dich vor, so flüstert der Wind, 
Dort drüben, wo die Latrinen gewesen sind. 
Dort hinein warf man eine Mutter mit ihrem Kind! 
Hat sie grausam im Kot ersticken lassen, 
Geh nicht hin, es könnten zwei Ärmchen nach dir fassen! 
 
Sieh doch, dort tut sich die Erde bewegen, 
Das sind die lebendig Begrabenen, die sich da regen! 
Das ächszen, das du da hörst, das bin nicht ich in den Weiden, 
Das sind die Gemarterten, die da so leiden! 
Und dieses seltsame Quietschen und Knarren, 
Das sind die Totengräber mit ihrem Karren! 
 
Deutscher, kommst du von Lamsdorf nach Haus, 
Sag, was du erlebt hast und schrei es hinaus: 
In Lamsdorf, da gehen die Toten um, 
Sie können nicht leben, nicht sterben, 
Denn keiner will wissen, was damals geschah, 
Und keiner bedauert je ihr Verderben! 
 
Erst wenn es gesühnt ist, die Barbarei, 
Erst dann werden die Seelen der Opfer frei! 
Sechseinhalbtausend von deinem Blut! 
Zu Tode gequält in sadistischer Wut. 
Deutscher, sei du es, der nun für sie spricht, 
Zünd ihnen ein Allerseelenlicht! 
Du hast einen Auftrag, vergiß ihn nicht!

 

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zu Marek

Geschrieben von: RFNPL () am 15-01-2009 13:14

zu Marek

Geschrieben von: RFNPL am 15-01-2009 13:14

sicher ist es möglich, daß es Opfer der Deutschen 
sind. Bedenklich ist nur der kategorische Ausschluß einer anderen Möglichkeit.

 

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Neues Indiz

Geschrieben von: Gerhard Schramberger () am 15-01-2009 10:53

Neues Indiz

Geschrieben von: Gerhard Schramberger am 15-01-2009 10:53

http://www.heimatkreis- marienburg.de/ra ... _fund.html 
 
Am 10. Januar 2009 gegen 20.00 Uhr wurde dem Heimatkreisvertreter Bodo Rückert telefonisch folgendes Erlebnis mitgeteilt: 
 
Im November 1945 hielt ich mich als Fünfzehnjähriger in der unmittelbaren Nähe des Marienburger Bahnhofs auf. Mit großem Geschrei stürzten plötzlich unter massiver Gewaltanwendung (Knüppeleinsatz) durch die polnische Miliz etwa 200 bis 300 Personen, Frauen und Kinder, durch das Haupttor des Bahnhofs auf die Straße. Sie wurden wie Vieh in Richtung Innenstadt getrieben … 
 
Ein auf die Straße gefallener Junge wurde dabei niedergetrampelt und unversorgt liegen gelassen. 
Das damalige brutale Geschehen durch die polnische Miliz ist mir unvergessen geblieben und durch die jetzige Berichterstattung in der Presse über die Funde in Marienburg ganz unverhofft in meine Gegenwart zurückgekehrt. 
Mit dieser Mitteilung, die ich auch beeiden würde, möchte ich der Aufklärung dienen. 
 
(Name, Anschrift und Telefonnummer des Anrufers sind dem Heimatkreisvertreter bekannt)

 

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malbork

Geschrieben von: marek () am 15-01-2009 08:00

malbork

Geschrieben von: marek am 15-01-2009 08:00

obnizcie temperature, to moga tez byc pospiesznie wywiezione ofiary jakiegos obozu koncentracyjnego, gdzie wczesniej zostaly ze wszystkiego ograbione a krater po bombie nawet ruskiej mogl sie do tego nadawac. wlasnie ograbienie iche ze wszystkiego i pochowanie w takim grobie moze wskazywac na pospiech pozbycia sie wiezniow obozu koncentracyjnego prowadzonego przez NIEMCOW.

 

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