Die Warschauer Bürgermeisterin Hanna Gronkiewicz-Waltz, Kulturminister Bogdan Zdrojewski, der Direktor des Vorstands der "Capital Cities Development" Pawel Baranski und der Vorsitzende des Verwaltungsrates von "Polimex-Mostostal Bau" Konrad Jaskóła - unterzeichneten am Mittwoch in der polnischen Hauptstadt den Vertrag für den Bau des Museums der Geschichte der polnischen Juden. In einer feierlichen Zeremonie erklärte der Kulturminister: "Dieses Museum über die polnischen Juden wir eines der wichtigsten Elemente Warschaus und Polens. Wichtig um die Erinnerung an die Vergangenheit, um Sensibilität, Wissen welche hier ihre Funktion erfüllen werden". Das Museums- Projekt wurde bereits vor über 10 Jahren ins Leben gerufen. Der Grundstein hierzu wurde aber erst am 26. Juni 2007, in Anwesenheit von Präsident Lech Kaczynski und dem deutschen Ex- Bundespräsidenten Richard von Weizäcker, gelegt. Das Gebäude wird gegenüber dem Denkmal der "Helden des Warschauer Ghettos" errichtet werden.
Deutsches Engagement für die Gedenkstätte
Schon Mitte der Neunziger Jahre kam die Idee auf, ein Museum der Geschichte der polnischen Juden in Warschau zu erstellen. Es soll jüdisches tausendjähriges jüdisches Leben in Polen aufzeigen und die jüdische Geschichte und Kultur sichtbar und fühlbar machen. Ein Teil der Ausstellungen auf 5000 Quadratmetern Fläche wird sich dem Holocaust widmen. Insgesamt wird der Neubau, nach einem Entwurf des finnischen Architekten Rainer Mahlamäki, ca. 12 000 qm Nutzfläche umfassen. Das Projekt stand ursprünglich unter der Schirmherrschaft des polnischen Ex- Präsidenten der Aleksander Kwasniewski, sowie des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Shimon Peres und dem damaligen Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland Roman Herzog. Vor allen Dingen aber auch die in Polen kulturell sehr aktive Konrad-Adenauer-Stiftung engagiert sich von Beginn an für dieses jüdische Museum. Die Fertigstellung dieser Gedenkstätte wird vom Generalunternehmer Mostostal zum März 2012 avisiert. Die reinen Baukosten sollen etwa 152 Millionen Zloty betragen. Das Grundstück für den Bau des Museums gehörte übrigens einst einer jüdischen Kaufmannsfamilie.
Jüdisches Museum im polnischen Interesse
Die Nutzung des Museum und auch die eigentlichen inhaltlichen Schwerpunkte des jüdischen Museums in Warschau scheinen aber leider in den letzten Jahren, unter dem Einfluss der nationalistischen Präsidentschaft unter Lech Kaczynski, etwas sehr heftig am Thema vorbeizugehen, was sehr bedauerlich ist, denn die eigentlichen Inititatoren hatten sich sicherlich nicht vorgestellt, dass ein solches Denkmal jüdischer Geschichte in Polen einmal kommerziell betrieben werden soll und die spätere Ausstellung einmal in der Quintessenz mehr auf polnische Helden hinweist, welche Juden vor der Gaskammer gerettet haben sollen, als auf das Leiden und die Kultur der Juden selbst. Fakt ist nämlich, dass in dem Museum auf 7000 Quadratmetern im Erdgeschoss und den oberen Etagen ein Multikino, Konferenzräume und eine Messehalle eingerichtet werden sollen und nur die Restfläche von 5000 qm wird (unterirdisch auf U-Bahn Level) den Ausstellungen zu Verfügung stehen. Ein großer Teil hiervon wird auch noch Wanderausstellungen beherbergen, über dessen Inhalte man sich erst einmal ausschweigt.
Museum des Dialoges der Kulturen
Wohin der Trend geht und das Geschäft führt zeigt ein weiteres Museums- Projekt einer polnischen Metropole. In der ostpolnischen Großstadt Kielce wurde im Nationalmuseum der Stadt die Einrichtung einer Abteilung Namens "Museum des Dialoges der Kulturen" beschlossen. Schirmherren des Projekts sind der Direktor der städtischen, Universität, Historiker, ein Schriftsteller und Politiker, welche hiermit das Bewusstsein der polnischen Jugend aus Kielce, der Region und dem Lande zur multikulturellen Geschichte der Stadt erweitern wollen. "Wir dürfen nicht vergessen, dass es in Kielce bis in die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts gar keine Juden gab, aber es waren dennoch andere Arten der Kultur hier beheimatet, wie z.B. Sachsen, Engländer, Iren und Italiener aus Bergamo, die sich hier dem Bergbau widmeten" - heisst es in der Gründungsmitteilung, doch wenn man in diesem Zusammenhang die reichen kulturellen Hinterlassenschaften der Juden in Kielce oder gar Hinweise auf einen Genozid an jüdischen Bürgern der Stadt durch polnische Nachbarn, Soldaten und Milizen im Jahre 1946 sucht, wird man sich vergeblich bemühen.
Pogrome finden keine Berücksichtigung
Das Verhältnis der Polen zu den Juden im Lande im vergangenen Jahrhundert ist von Antisemitismus, Neid und Mißgunst geprägt. Während und nach dem zweiten Weltkrieg gab es mehr als 20 Pogrome in Polen, in dessen Folge eine bis heute nicht genau zu bestimmende Anzahl von jüdischen Mitbürgern ihr Leben auf zum Teil grausamste Art und Weise verloren. Bis heute bekennen sich weder die Bewohner von Kielce, Jedwabne oder der polnische Staat überhaupt zu den damaligen Verbrechen. Stattdessen werden gegen alle Vernunft und einer Versöhnung mit dem jüdischen Volk jetzt überall Gedenk-Projekte aus dem Boden gestampft, welche durch Deutsche- oder EU- Kassen finanziert oder finanziert werden sollen, aber traurigerweise wenig Reue und Anerkenntnis gegenüber dem jüdischen Volk zeigen, sondern mit musikalischem Hintergrund ein wahres gesamtpolnisches Heldentum um die "Rettung der Juden vor den Gaskammern" vorschwindeln. Ganz besonders gilt dies auch für Warschau, wo im damaligen jüdischen Ghetto Polen, die sich heute als Helden feiern lassen, den Juden das Brot für das Zehnfache des eigentlichen Preises verkauften und sich anboten deren Kinder vor der "Vernichtung in Konzentrationslagern" gegen "Spenden" zu retten.
Das Geschäft mit dem Leid der Juden
Juden in aller Welt beklagen schon seit langem, dass z.B. die Stadt Krakau durch den Tourismus zum naheliegenden ehemalige deutsche Konzentrationslager Auschwitz hunderte Millionen jährlich verdient, aber nicht einmal einen Groschen für die Erhaltung der Lager aufbringt, welche darüberhinaus ebenfalls hohe Einnahmen über Nebenprodukte der Gedenkstätte über das Leid der Juden einfahren würden, wenn auch der Eintritt frei sei. Ein prominenter israelische Rabbi hatte sich erst kürzlich in diesem Zusammenhang dafür ausgesprochen, keine israelischen Jugendgruppen mehr nach Auschwitz zu senden, da man hiermit nur traumatische Effekte und Umsätze für die Menschen generieren würde, die jahrelang regungslos zugesahen und manchmal auch selbst bei der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung Polens Hand anlegten. Das ehemalige KZ Auschwitz ist das meistbesuchteste Museum Polens. Im Jahre 2008 besuchten 1,15 Millionen Touristen die Gedenkstätte Die hiervon ca. 700 000 ausländischen Besucher kamen hauptsächlich aus Deutschland, gefolgt von Israel und den USA.
Eine Million Euro für jede Auschwitz Baracke
Deutschland und die EU sind es auch, welche jetzt hauptsächlich die Sanierung der Holzbaracken des Lagers finanzieren. Die polnische Regierung erbittet hierzu 220 Millionen Euro vom Auslande, also etwa jeweils eine Million für den Erhalt von nur einer Baracke. Krakau und der polnische Fiskus sollen hiermit nicht belastet werden. Das Geschäft mit dem Tourismus um das Leid des jüdischen Volkes in Polen blüht. Dies erwartet man natürlich auch vom kommenden jüdischen Museums in Warschau. Das Projekt in der polnischen Hauptstadt und auch jenes in Kielce werden (mit deutscher Unterstützung) von der EU mit Fördergeldern finanziert.
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