Polen im Wettrüsten mit Nachbarstaaten
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| Polnischer Kapitän mit "100 Mio" Ladung entführt |
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| Dienstag, 18. November 2008 | |
Ein Supertanker aus Dubai, mit zwei Millionen Barrel Öl im Werte von 100 Millonen Dollar beladen ist von Piraten nach Somalia entführt worden und befindet sich zur Zeit im Norden des Landes in der Nähe des Hafens von Eyl. Die Gesetzlosen hatten die Kontrolle über das Schiff schon am Sonnabend 450 Seemeilen südöstlich des kenianischen Hafen Mombasa übernommen. Das Tankschiff war auf dem Wege in die USA. An Bord des Tankers befinden sich neben dem kapitän und dem ersten Offizier aus Polen auch über 20 weitere Besatzungsmitglieder aus Kroatien, Großbritannien, den Philippinen und Saudi-Arabien. Die Besitzerin der 330 Meter langen "Sirius Star", die saudiarabische Firma Aramco mit Sitz in Dubai berichtete, dass es der Besatzung gut gehe und keiner durch die Entführung Schaden erlitten habe, man arbeite derzeit mit Volldampf daran das Schiff und die Crew unversehrt wieder freizubekommen. Konkrete Forderungen der Piraten sind bisher noch nicht bekanntgeworden. Ab dem kommenden Monat soll eine aus dem britischen Northwood geleitete EU - Operation unter dem Codenamen "Eunavfor Atalanta" mit sieben Schiffen, unter Leitung des Briten Vizeadmiral Philip Jones, den Piraten das Fürchten beibringen.
Seit Januar diesen Jahres haben somalische Seeräuber mindestens 92 Schiffe angegriffen, wovon 36 entführt wurden und über 30 Millionen Dollar Lösegeld die Besitzer wechselten. Am gefährlichsten sind die Meere von Nigeria, Somalia und Tansania wo bisher die meisten Überfälle gelangen. In den Händen der Piraten befindet sich u.a. auch immer noch der ukrainische Frachter "Faina", der bis unters Deck mit russischen Panzern beladen schon vor fast 2 Monaten entführt wurde. Die für die Freilassung der "Faina" geforderten 30 Millionen Dollar Lösegeld wurden bisher nicht bezahlt. Ein amerikanisches- und ein russisches Kriegsschiff befinden sich in der Nähe des ukrainischen Frachters und schränken seine Bewegungen ein, womit eine gewaltsame Befreiung in Absprache mit Kiew nicht auszuschliessen ist. Die russische Fregatte hatte erst in der vergangenen Woche zwei Angriffe somalischer Piraten auf "Beuteschiffe" eindrucksvoll verhindert. Die Seeräuber in den afrikanischen Gewässern benutzen schnelle Motorboote die u.a mit Satellitentelefonen und GPS- Systemen ausgestattet wurden. Gewöhnlich sind die Verbrecher selbst mit Maschinen- Gewehren, Raketenwerfer und Granaten unterwegs. Neuere Artikel
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