Warschau - Am 20. Juni wird in Polen der Nachfolger für den bei dem Flugzeugabsturz in Russland getöteten Präsidenten Lech Kaczynski gewählt. Die hierzu zugelassen Kandidaten befinden sich bereits seit Tagen auf Wahlkampftour. Nur zwei hiervon, Sejm Marschall Bronislaw Komorowski (PO) und Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski (PIS) haben wirklich eine Chance in das höchste Amt gewählt zu werden. Während Kaczynski sich in wachsender Popularität sonnt und bei seinen Auftritten begeistert empfangen wird, fliegen bei den Komorowski Veranstaltungen eher Eier und Tomaten. Doch das scheint ihn wenig zu interessieren, er lacht und verbreitet mit seiner Selbstsicherheit ein Gefühl, als habe er die Wahl bereits gewonnen. Wahlkampfthemen hat er ausser dem Hochwasser auch nicht, so bleibt es vorerst ein Rätsel was ihn so optimistisch stimmt. Einen Hinweis hierzu könnte allerdings Komorowskis Rede bei einer Wahl- Veranstaltung in der vergangenen Woche in London sein, wo er hauptsächlich und zweckentfremdend Promotion für den russischen Energieriesen Gasprom machte, dessen politisches Management ja bekanntlich Weltmeister im Wahlfälschen ist.
Sie erinnern sich sicherlich noch daran, dass "Polskaweb" am 7. April, also drei Tage vor dem Tode von Lech Kaczynski berichtete, dass der polnische Premier Donald Tusk und sein Amtskollege Vladimir Putin ausgerechnet an diesem Tage und Ort, würdelos am Rande der Gräber von Katyn, das größte Geschäft der polnisch-russischen Geschichte besiegeln mussten. Einhundert Milliarden Euro schwer ist diese "zwischenstaatliche" Liefer- und Transitvereinbarung, die Gott sei Dank durch Brüssel zuletzt erst einmal ausgebremst wurde, da man vermutet dass hier u.a. Deutschland im Transitgeschäft übervorteilt werden könnte. Warum Tusk diesen jahrzehntelang gültigen Vertrag förderte und sogar noch die Liefermenge kräftig erhöhte, obwohl Polen noch eine laufende Vereinbarung mit Gasprom bis zum Jahre 2020 hat, ist noch unklar. Klar ist aber schon lange, dass sich das Transitgeschäft wegen der Ostseepipeline schon bald erledigt haben dürfte und man höchstwahrscheinlich selbst über soviel Gas verfügt, um den Russen im Westeuropageschäft das Leben zu versauern. Niemand kann sich wirklich vorstellen, dass Putin völlig ohne Gegenleistung an so einen gigantischen Lottogewinn kam.
Bronislaw Komorowski, von Demonstranten aus der Polonia mit Antiregierungs- Spruchbändern in London begrüsst, antwortete auf Fragen zu dem unglaublichen Deal zwischen Tusk und Putin in Gasprom- Rhetorik: " Der Abbau von Schiefergas verschandelt die Landschaft, und das wollen wir doch nicht". In seinem bekannten patriarchischem Führungsstil liess er sich dann auch vor Studenten der "London School of Economic" auf keine weitere Diskussion ein und bekam dafür fast einen Gummipenis an den Kopf. Das Argument Komorowskis, aus dem Abbau von Schiefergas eine Gefahr für die Umwelt abzuleiten, hinkt natürlich kräftig. Hierfür gibt es auch kaum eine Rechtfertigung wie etwaig im Vergleich zum Braunkohletagebau. Weltweit wird Schiefergas bereits abgebaut, die Technologien werden immer besser und Umweltschützer sieht man hierbei kaum in Aktion. Es wird geschätzt, dass Polen die größten Vorkommen von Schiefergas in Europa hat. Bis zu 3 000 Milliarden Kubikmeter sollen hier lagern. Dies ist auch schon jahrzehntelang bekannt.
Durch den Putin-Tusk Vertrag wird das polnische Volk darum klar benachteiligt, während sich wahrscheinlich Politiker und Partei die Taschen mit gigantischen Schmiergeldern füllen. Lech Kaczynski hatte diesen Deal verhindern wollen, doch Tusk, Komorowski und Co. mussten sich zu 100 Prozent und jahrzehntelang in Abhängigkeit von Russland begeben. Dass Komorowski natürlich, wie zuletzt eigentlich sehr oft, nicht die ganze Wahrheit in London gesagt hat, wissen wir schon längst. Was da noch hinzukommt und noch zusätzliche Brisanz den Dingen liefert ist die Tatsache, dass Donald Tusk schon vor dem April- Treffen mit Putin fünf Konzessionen an US-Firmen zur Exploration von Schiefergas in Polen "verkauft" hat. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. "Polskaweb" ist davon überzeugt dass auch der Tod von Lech Kaczynski Produkt einer polnisch-russischen Verschwörung auf höchster Ebene war.
Bronislaw Komorowski, der öffentliche Debatten scheut und glaubt dass das Präsidentenamt einfach nur ihm gehören kann, ist mit Sicherheit nicht der richtige Mann für diese Funktion und wir hegen sogar arge Zweifel daran, dass er überhaupt gewählt wird. Er hat Polen enttäuscht und verunsichert. Die Menschen nennen ihn, wie auch Donald Tusk, schon öffentlich Lügner. Wir sind nun gespannt was Merkel und Putin sich noch einfallen lassen ihren Kandidaten doch noch zum Erfolg zu führen. Wir warnen aber auch dringendst vor der aktuten Gefahr von Wahlfälschungen.
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