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Präsident Kaczynski macht heimlich Wahlwerbung in den USA PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 25. September 2007


VergrössernEigentlich hatte sich der polnische Präsident in Warschau am Sonntag verabschiedet um zur jährlichen Sitzung der Führer der UNO Mitgliedstaaten nach New York zu fahren um dort vor allem am Rande der Sitzung "wichtige" poltische Gespräche" mit den Präsidenten Litauens und Afghanistans zu führen. Diese Gespräche haben bis Dato noch nicht stattgefunden, dafür taucht der kleine Herr aber ganz plötzlich am Dienstag mitten in Chikago in einer Halle auf, in der sich eine große Menge Leute aus der "Polonia", der polnischen Gemeinde in der Stadt eingefunden hatten. " Ich bin überzeugt, dass in den letzten zwei Jahren (des Regimes "PIS") wesentliche Änderungen in der polnischen Innen- und Aussenpolitik (!) überall positiv zu bemerken sind und dies auch in Zukunft so fortgeführt werden muss, deshalb wählt "PIS" ! Gebt euere Stimme der PIS!" - donnerte Kaczynski. Auslandspolen dürfen, nach polnischem Gesetz, bei Parlamentswahlen ihre Stimmen in Warschau abgeben. Gerade in Warschau wird für die "PIS" der noch Premier Jaroslaw Kaczynski an den Start gehen.

"Ich zähle darauf, dass auch nach den Wahlen am 21. Oktober die Partei "Recht und Gerechtigkeit" weiterhin in der Lage sein wird sich für das Wohl des polnischen Volkes uneigennützig einzusetzen und die schlechten pathologischen Eigenschaften von 16 Jahren polnischer Unabhängigkeit zu liquidieren." - Hatte schon Lech Kaczynski am Sonntag auf einem ähnlichen Treffen der Auslandspolen in New York gesagt. Große Fragmente seiner bisherigen 3 Reden vor polnischen Emigranten hatten durchweg politischen Charakter und deuteten klar auf die anstehenden Wahlen in der Heimat an. Auch zur Erinnerung an Nazi Deutschland musste Kaczynski in allen Reden wieder trumpfen; und man dachte er habe schon alles gesagt, doch plötzlich ging er noch einmal an das Rednerpult zurück, ergriff das Mikrofon und sagte lauthals: " Ich möchte mich bei den Auslandspolen für den Kampf gegen die Lügen über die polnische Geschichte bedanken, ganz besonders für den Einsatz gegen den Ausdruck "Polnische Vernichtungslager"; Ich bin ein Politiker der viel (?) für die Verbesserung der Beziehungen zu den Juden getan hat, und gerade deshalb dürfen solche Lügen nicht sein, denn auf polnischem Gebiet gab es nur deutsche Vernichtungslager". Hierfür erntete der Präsident Polens tosenden Beifall von tausenden polnischen Emigranten.

Präsident Kaczynski hat Polonia versprochen, dass er dem neuen Sejm (Parlament) die Novellierung des Gesetzes der polnischen Staatsbürgerschaft in Kürze vorlegen wolle, welche den Erhalt auch eines polnischen Passes erlauben würde, was bisher unmöglich war, da die meisten Auslandspolen bereits Bürger anderer Staaten, wie z.B. der USA seien. Vor fast genau einem Jahr versprach, ebenfalls auf einem Polonia Treffen in Chikago, Jaroslaw Kaczynski, als frisch gewählter Premier, schon einmal den Emigranten dieses Privileg. Freundlicherweise hat niemand die Unhöflichkeit besessen den polnischen Präsidenten an das nicht eingelöste Verprechen seines Bruders zum gleichen Thema, zu erinnern. Ein großer Teil der Auslandspolen bzw. deren Nachfahren sind auch Kinder ehemaliger jüdischer Bewohner von Krakau, Warschau, Lublin usw. Diese werden sich sicher über einen weiteren Pass, zumal aus der EU, freuen. Man weiß ja nie ob Israel nicht doch eines Tages vom Mob aus Nachbarländern erdrückt wird. Lech Kaczynski muss man wieder einmal vorwerfen, dass er durch seine öffentlichen Wahlaufrufe im Ausland für seinen Bruder Jaroslaw,  ma wieder richtig ins Fettnäpfchen getreten ist, was eines Präsidenten nicht würdig ist. Hinzu kommt noch die Verschwendung von Steuergeldern für die Organisation und Reisen zu solchen Wahlkampf- Events. Die Opposition und die Presse warten schon auf die Rückkehr von Kaczynski.

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