Danzig - Morgen, am 1. September 2009 finden auf der Danziger Westerplatte die Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des deutschen Angriffes auf Nachbar Polen statt, der mit Hilfe von weiteren Nationen zu einem Weltkrieg mit Millionen von Opfern eskalierte. Hohe ausländische Staatsgäste werden zu diesem Spektakel erwartet, unter ihnen auch russische Regierungschef Vladimir Putin, der schon am heutigen Abend kurz nach 22 Uhr Ortszeit auf dem Danziger Lech Walesa Flughafen gelandet. Im ehemals modänem deutschen Seebad Zoppot haben am Montag bereits die Sicherheitsmaßnahmen für den hohen Staatsgast aus Moskau den Verkehr mehrmals zusammenbrechen lassen. Die Luxusherberge "Grand Hotel Sopot", schon seit Sonntag komplett von einer russischen Vorhut übernommen, gleicht derweil einer Festung. Vermummte Uniformierte patroullieren in und um das Hotel sowie entlang des angrenzenden Strandes. Hubschrauber kreisen und auf der Ostsee sind Schiffe der Marine auszumachen. Der Aufwand scheint gerechtfertigt, denn Wladimir Putin ist nicht sehr beliebt in Polen.

Schon seit dem vergangenen Sonntag befinden sich unübersehbar viele Russen im ehemals deutschen Seebad Zoppot, was heute Sopot heisst, neben Danzig liegt und sich bemüht wieder an alte modäne Zeiten aus Vorkriegszeiten anzuknüpfen, als sich hier noch die Reichen und Schönen aus ganz Europa vergnügten. Der Badort verfügt über viele Hotels, doch keines kann dem Grand-Hotel Sopot mit seiner uralt Geschichte das Wasser reichen. Hier übernachteten bereits schon unzählige Persönlichkeiten aus aller Welt, hierunter auch Fidel Castro und Charles de Gaulle. Jetzt zieht in der Luxussuite wo der verstorbenen französischen Ex- Präsident bereits nächtigte. mit unvergleichlich mehr Aufwand, Russlands starker Mann Vladimir Putin ein. Mehrere LKW mit russischen Kennzeichen hatten bereits in den letzten 48 Stunden sein Gepäck, Akten und diverse Technik am Hotel abgeliefert. Der russische Premier kommt natürlich nicht alleine nach Polen, über 150 Mann begleiten ihn, hierunter auch Historiker und einige seiner Minister und Berater.
Über eintausend Journalisten aus aller Welt befinden sich bereits in der sog. Dreistadt (Danzig, Zoppot, Gdynia) um die Bilder dieser jetzt anlaufenden Großdemonstration der Geschichte vom zweiten Weltkrieg aus polnischer Sicht zu verfolgen. Ein Lehrstück über Helden, Opfer und Täter haben derweil Mitglieder des polnischen Parlamentes für den Dienstag angekündigt. An den Feierlichkeiten auf der Westerplatte werden etwa 300 VIPs teilnehmen, hierunter neben Putin auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und weitere Staats u. Regierungschefs. Zum Leidwesen der Polen sendeten die USA und Großbritannien nur Vertreter der "zweiten und dritten Garnitur" nach Danzig. Israels Premier Benjamin Netanjahu und 4 weitere Regierungschefs haben aus nicht bekanntgewordenen Gründen ihre Teilnahme an der Westerplatten "Show" abgesagt. Über 80 schwarze Limousinen mussten aber dennoch teilweise gemietet werden um das Heer der ausländichen Staatsgäste befördern zu können. Der russische Premier sorgte allerdings dafür, dass für ihn und seine Delegation eigene Fahrzeuge rechtzeitig mit einem Schiff nach Polen kamen.

Das Pogramm der Feiern wird ab 10 Uhr morgens anlaufen. Man darf gespannt sein auf die Reden des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und vom russischen Premier Putin auf der Westerplatte. Es ist allerdings kaum zu erwarten, dass sich diese Herren zu irgendwelchen weiterführenden Wahrheiten oder Verbrechen eigener Landsleute äussern bzw. entschuldigen werden, da diesen Part gewöhnlich deutsche Bundeskanzler als Gesamtschuldner übernehmen. Regierungschefin Angela Merkel wird nach Vladimir Putin ihre Rede halten. Den Text kann sie inzwischen schon auswendig aufsagen und ausser den recienten Entdeckungen von zivilen Massengräbern wie in Malbork, Tschenstochau und Lodz, welche nun turnusgemäß wieder die Wehrmacht als Verbrechen übernehmen muss, gibt es ja derzeit nichts womit man sonst noch die alte deutsche Rechnung derzeit erweitern könnte. Bei dieser Gelegenheit auch die Millionen unschuldigen Deutschen, meist Frauen, Kinder und alte Männer zu beklagen, die Opfer dummer und verfehlter Politik einer ganzen Reihe von Staaten damals wurden, wird der CDU Vorsitzenden sicherlich nicht einfallen, ebenwohl sie genau weiss, dass es nicht die Deutschen alleine waren die diesen dramatischen Krieg gefördert hatten.
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