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Radioaktive Bedrohung über Polen und Deutschland ? PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 19. Dezember 2006


Atomfracht über PolenDer am Sonntag durchgeführte Lufttransport von hochangereichertem Uran über deutsche und polnische Städte wie z.B. der Großstadt Lodz hätte zu einer Atomkatastrophe von ungeahnten Ausmaßen führen können, da die Russen die Transportbehälter noch aus der Testphase heraus bereits zum Einsatz brachten, schreibt die polnische Tageszeitung "Dziennik". Ein Absturz der gemieteten Transportmaschine hätte das Drama von Tschernobyl bei weitem übertreffen können, sagt die polnische Atombehörde. Greenpeace unterstellt der deutschen Regierung sogar einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und die "Deutsche Welle" stellt die Frage: " Warum liefert Deutschland Uran nach Russland? "

"Dziennik" stellt die Frage: " Warum meldet die polnische Regierung keine Vorbehalte gegen einen solchen gefährlichen Transport an " und schlußfolgert dass sich wahrscheinlich niemand dafür interessiert hat welche Art Fracht die IL76 einer russischen Fluggesellschaft denn da beförderte. Der Transporter der Gesellschaft"Wolga-Dniepr", kommend aus Dresden,  flog am Sonntag um 8.16 in den polnischen Luftraum ein. An Bord der Maschine befanden sich 326 Kilogramm gebrauchter Atom Betriebsstoff aus dem ehemaligen sowjetischen Reaktor Rossendorf in Sachsen. Hiervon waren 270 Kilo hoch angereichertes Uranmium, welches auch zum Bau von Atombomben genutzt werden kann. Das Flugzeug überflog dann Richtung Moskau die Städte Grünberg , Kalisz, Lodz, Radom, Biala Podlaska und Brzesc, ehe es in den  weissrussischen Luftraum eintauchte und dort sicherlich auch zumindest die Hauptstadt Minsk berührte.

"Was könnte bei einer Panne passieren?"  Fragt "Dziennik" bei der staatlichen polnischen Agentur für Atomistik nach.  "Schnellstens das Gelände zu isolieren und eine umfassende Evakuierung der Bewohner einleiten. Die Bedrohung wäre um ein Vielfaches größer als bei der Katastrophe von Tschernobyl" sagte ein Mitarbeiter der Agentur. Was er nicht sagte, ist ob in den polnischen Städten überhaupt jemand auf soche Katastrophen vorbereitet ist. Gibt es überhaupt Helfer, Sanitäter welche Strahlenschutzanzüge und Masken besitzen ?  Es ist eher anzunehmen dass es bei einer tödlichen Verseuchung diesen Ausmaßes eher zu unkontrollierten Massenpaniken kommen wird, denn zu einer organisierten Evakuierung. " Die Russen hatten sich gemeldet dass sie gedachten in diesem Jahr eventuell einen Transport von nuklearem Betriebsstoff von Deutschland nach Russland durchzuführen. Näheres hierzu wollten Sie auf der St. Petersburger Konferenz bekanntgeben. Die für den Transport des Nuklearmaterials erforderlichen Behälter vom Typ "C" würden nun bald getestet. " informiert die polnische Atomagentur. " Aber wir warnen, dass dies auch bedeutet dass die Russen noch keine fertigen Transportbehälter diesen Typs haben.

Dziennik erkundigte sich im Büro des Inhabers des Flugzeugs - der Fluglinie " Wolga-Dniepr" : " Ja,  ja mit dem Flug aller ist in der Ordnung !" " Wir können nicht mehr sagen. Dieses sind geheime Informationen" - Sagte ein Mitarbeiter.

Und Greenpeace sagt: "Das Material ist hoch angereichertes Uran, das man zum Bau von Atombomben missbrauchen kann. Es wäre also die Pflicht der Bundesregierung gewesen, das Material hier im Land zu behalten. Sobald sie es aus den Händen gibt, gibt sie auch die Kontrolle aus den Händen. Deutschland ist durch das Kriegswaffenkontrollgesetz angehalten, kein Material, keine Technologie und kein Wissen weiterzugeben, was dem Bau von Atombomben dienen kann. Aber genau das hat

die Bundesregierung hier gemacht."


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