Polen im Wettrüsten mit Nachbarstaaten
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| Skandalöse englische Touristen in Polen |
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| Montag, 5. Februar 2007 | |
Krakau - Seit die Großbritannien den heimischen Arbeitsmarkt für Polen und Tschechen geöffnet hat, haben sich z.B. die Umsätze der englischen Fluggesellschaft Rynair um mehr als 50% erhöht. Grund sind viele, sehr gut ausgelastete, neu eingerichtete Strecken in die jungen EU Länder. Aber nicht nur Arbeitskräfte nutzen inzwischen die äusserst günstige Alternative zur Bahn, sondern auch tausende Wochenendausflügler in beide Richtungen. Das Gros dieser Ausflügler sind junge, meist, männliche Engländer, welche sich vom billigen Bier und den schönen Mädchen angezogen fühlen. Äusserst in Mode gekommen sind die sog. "Stag Parties" (Jungesellenabschiede), bei denen natürlich auch "bis zum Umfallen gesoffen wird". In Krakau, dem meisbesuchten Ziel der jungen Briten klag man nun über vulgäre Engländer, welche nicht nur in den Kneipen Bier wollen, sondern auch Frauen verstärkt belästigen und sogar im Alkoholrausch öffentlich onanieren.
Immer mehr Beschwerden von Gaststättenbesitzern aus dem Zentrum Krakaus über betrunkene, randalierende Engländer, welche andere Gäste vergraulen, haben die Stadtverwaltung alarmiert. Die Vorwürfe gegen die Gäste von der Insel sind vielfältig: " Sie brüllen wie die Verückten", "Nackte Menschen tanzen auf dem Tisch", " Sie belästigen sexuell unsere Kellnerinnen", "Betrunkene Engländer beim Junggesellenabschied ist ein beschämender Albtraum", "Ich dachte dass die Bar in der Erde versinkt, sie sprangen auch auf die Tische, grölten herum und übergossen andere Gäste mit Bier", "Sie spucken unter dem Tisch, schlagen den Kellnerinnen Sex vor und zerstören unsere Einrichtung", "Unsere Toiletten wurden komplett auseinandergenommen", berichten Gastwirte. Die polnischen Gäste sind angewidert vom Verhalten der Engländer: " Wir werden diesen Albtraum nie vergessen. Betrunkene Engländer tanzten nackt auf den Tischen und fuchtelten an ihren Genitalien herum. Sie sprangen auf die Fensterbank und trieben dies auch für die vorbeilaufenden Passanten", berichten zwei junge Frauen.
Der englische Brauch des "geräuschvollen" Junggesellenabschieds, bei den männlichen Aspiranten ist es die "Stag Party" bei den Frauen die "Hen Night", bringt zwar Geld in die Krakauer oder Breslauer Kassen, aber auf das Geld, im Zusammenhang mit dem Benehmen der skandalösen Engländer, wollen einige Gastwirte lieber verzichten. Die Engländer selbt, geben aber Krakau so schnell nicht auf. Ray aus Bimingham erzählt: "50 Pfund kostet mich der Flug nach Krakau, 20 Pfund das Bier und weitere 40 Pfund der Sex mit einer Ukrainerin in einem billigen Bordell". "Das billige Bier in Polen und die schöne Krakauer Altstadt macht uns alle an", sagt der gelernte Dachdecker.
Auch andere Krakauer Unternehmer beschweren sich über den "englischen Albtraum", wie zB. die Taxifahrer: " Englische Ausflügler wollen nur ins Bordell oder in die Kneipe. Sie steigen nackt in das Taxi, kotzen durchs Fenster, flüchten ohne Bezahlung und onanieren sogar gemeinschaftlich, berichtet der Tomasz, von der Krakauer Firma "Taxi Rotunda". Auch Fluggesellschaften und die Polizei berichten zunehmend über Probleme mit den englischen Biertouristen. Wobei man aber ausdrücklich von "Engländern" spricht und die Schotten und Iren ausklammert, welche sich durchweg sehr gesittet benehmen würden.
Die Engländer kommen zum Wochenende, aber viele bleiben länger, weil Sie im Alkoholrausch entweder das Flugzeug verpassen,oder vom Bordpersonal aufgrund ihres Zustandes erst garnicht mitgenommen werden Da mittlerweile rund 70 % britischer Stag Parties aus Kostengründen ins Ausland führen, insbesondere nach Osteuropa, werden die britischen Botschaften mit entsprechenden Problemen belastet und haben einen eigenen diplomatischen Terminus dafür erfunden. Unter "Distressed British Nationals" (DBN) fallen alle Personen, die häufig ohne Geld, ohne Reisedokumente und ohne Orientierung die Hilfe der Botschaft benötigen, weil die Promillegrenze längst überschritten wurde, um sich noch selbst helfen zu können. Auf Grund des starken Anstiegs an DBN-Fällen in den Botschaften (vor allem eben durch die Stag Parties und Hen Nights) im Ausland plant das britische Außenministerium eine Pauschalgebür von 120 Pfund für seine Dienstleistungen. Copyright © Polskaweb News Unterstützen Sie Polskaweb Beitrag zum Thema ins Forum schreiben Neuere Artikel
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