Polen im Wettrüsten mit Nachbarstaaten
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| Weitere Hinweise auf "Merkel - Kaczynski Pakt" |
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| Freitag, 2. November 2007 | |
Die Anzeichen von Geheimgesprächen zwischen deutschen- und Kaczynski Diplomaten kurz vor den Wahlen in Polen verdichten sich. Polnische Journalisten hatten am 8. Oktober ein Gespräch mit Marek Cichocki dem Berater von Präsident Kaczynski aufgezeichnet, dessen Inhalt derartige Gespräche in Berlin klar zum Ausdruck brachten. Seitdem sind nun 3 Wochen vergangen in denen in Polen sich "Welten" geändert haben. Die Opposition hat die Wahlen gewonnen, Lech Kaczynski bekam Blumen in Brüssel und Erika Steinbach und das Vertrieben- Zentrum werden nun nicht mehr in Polen sondern nur noch in Deutschland diskutiert, obwohl Kanzlerin Merkel auf einem Vertriebentreffen nun erstmalig den Bau dieses Zentrums in Berlin in naher Zukunft in Ausicht stellte. Absolut bedenklich stimmt hierzu, dass sich nicht ein einziger Politiker in Polen über Merkels Ankündigung, zudem noch auf einem solchen Treffen, aufgeregt hat. Nicht einmal Jaroslaw Kaczynski hat laut gebrüllt" Seht Ihr nun was Ihr angerichtet habt, kaum wurde ich abgewählt, schlagen die Deutschen zu", wie es logisch und normal bei dem Herrn gewesen wäre. Das hat beileibe nichts damit zu tun dass die Politik in Polen nach den Wahlen genug mit sich selbst beschäftigt ist und keine Zeit für Steinbach usw. hat, sondern deutet klar auf vertraglich geregeltes Schweigen hin.
Der erste Hinweis für den Wahrheitsgehalt der Andeutungen von Präsidentenberater Marek Cichocki für einen geheimen Merkel - Kaczynski Pakt, war die aktive Unterstützung der deutschen Bundeskanzlerin für die Partei "Recht und Gerechtigkeit" des Präsidenten Kaczynski, denn sie hatte diesen noch kurz vor den Wahlen die Gelegenheit gegeben den großen Staatsmann, in Einigkeit mit den Deutschen, im brandenburgischen Meseburg zu spielen, obwohl bereits die Medien seit Tagen berichteten dass Kaczynski sich auf "unmoralischer" Wahlkampftour im Ausland befinde. Auch die portugiesische EU Präsidentschaft, welche den Braten gerochen hatte, schlug vor wegen den Wahlen in Polen den Gipfel am 19. Oktober in Lissabon zu verschieben. Dieses ungewöhnliche Verhalten einer Angela Merkel deutete ungwöhnliche Umstände an. Merkel konnte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen dass die Kaczynskis die Wahl, trotz ihrer Hilfe, verlieren würden. Als weiteren Hinweis bewerten wir auch die Tatsache dass es völlig widersprüchliche Aussagen aus Warschau und Berlin gibt, ob Kaczynski zum Treffen mit Merkel angeregt hatte, oder ob eine Einladung aus Berlin kam. Die zweite Hinweis war dann die aktive Unterstützung Merkels für alle polnischen Wünsche beim EU Gipfel in Portugal. Präsident Kaczynski meinte: " Wir haben alles bekommen was wir wollten", und Premier Bruder Jaroslaw Kaczynski sprach in Warschau sogar von einem "ungeheuren Erfolg“ für Polen. der Erfolg Kaczynskis beim Gipfel lag in erster Linie darin dass er und seine Verbündeten Merkel und Sarkozy (der höchstwahrscheinlich in die Berlin Gespräche eingeweiht war) durchsetzten dass Polen nun, an verschiedenen Stellen, erweiterte Rechte der geliebten Blockadepolitik wahrnehmen können wird. Für Merkel selbst war es auch ausserordentlich wichtig dass dieser Gipfel mit einer Einigung zum EU Reformvertrag enden würde, war sie es doch die hauptsächlich den dahinmodernenden EU vertrag wieder zum Leben erweckt hatte. Der dritte Hinweis und aus unserer Sicht einer der suspektesten ist dass der polnische Präsident Lech Kaczynski noch am 11. Oktober ausgerechnet einem Wehrmachtsoffizier namens Wilhelm Hosenfeld in Warschau mit der Polonia- Restituta Medaille, einem der höchsten Orden des Landes auszeichnete. Hosenfeld soll während der Nazi- Besatzung in Polen mehrere jüdische Bürger vor dem sicheren Tode bewahrt haben. Kaczynski liebt macht, Frauen, Luxus und Amerika, aber mit absoluter Sicherheit keine Deutschen oder Juden. Er hatte in der Vergangenheit sich mehr damit einen Namen gemacht, gerade solche Leute zu ehren die Deutsche und Juden vertrieben und sogar ermordet hatten wie erst vor einem Jahr Jozef Kuras (Kampfnamen "Ogien"). Kuras und seine Kampftruppe hatten auch noch nach dem Krieg bis ins Jahr 1950 in der Region um die slowakischen Grenze gemordet. Kuras´ Truppe töteten Kommunisten, Leute die mit den neuen Behörden zusammenarbeiteten, Juden und dort als Minderheit lebende Deutsche und Slowaken, von denen dann 6.500 flüchteten. Sogar eigene Leute wurden teilweise, aus nicht nachvollziehbaren Gründen, getötet. Gegen ihre Ehrung hatten Abgeordnete aus Zakopane und slowakische Historiker und Politiker seit protestiert, was aber Lech kaczynski wenig störte. Der vierte Hinweis ist die laufende Diskussion über das "wann, wo, wie und mit wem" des geplanten Vertriebenzentrums in Berlin. Dass ein solches Dokumentationszentrum alsbald entstehen wird, scheint beschlossene Sache zu sein. Aus aktuellen Meldungen der deutschen Medien kann man entnehmen dass ein Problem dabei die aktive Einbindung von Erika Steinbach oder sogar des Vertriebenbundes BdV sein soll. Hier hacken vor allen Dingen SPD Leute unter der Führung von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse auf Frau Steinbach (CDU) herum, obwohl diese auch schon mitbekommen haben dürften dass in Polen der Name Steinbach inzwischen kaum noch die Gemüter erregt. Angela Merkel kann sich verständlicherweise gegen die Parteikollegin Steinbach nicht offen wenden, diesen Part hat man der, in den Merkel - Kaczynski Pakt, vielleicht eingeweihten SPD überlassen. Nicht eingeweiht und auch nicht auf dem Laufenden scheint die Opposition zu sein, denn Guido Westerwelle von der FDP meldete sich kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung zur schnellen Entstehung des Vertriebenzentrums mit verschlafener Stimme im Radio:" Aber wir müssen doch die Polen und Tschechen dort mit einbeziehen (!?). Zu diesem Zeitpunkt war vielleicht aber schon eine Entscheidung zwischen Kaczynski und Merkel gefallen: Dokumentations- Zentrum ja, Steinbach und Bund der Vertriebenen nein. Präsident Kaczynski hatte sich einige vor der Reise zu Merkel mit Oppositionsführer Tusk getroffen und vier Stunden lang Zeit gehabt auch ihn in seine wahren Pläne für die Meseburg- Reise einzuweihen, hierfür spricht dass auch die Opposition in Polen nach den jüngsten Ereignissen zum Thema Vertriebenzentrum in Berlin absolut schweigt. Aus den Andeutungen von Kaczynski Berater Marek Cichocki kann man auch entnehmen, dass Polen ein großes Problem wegen den Klagen der sog. "Preussichen Treuhand" beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat und hier baldige Entscheidungen anstehen würden. So wolle man mit Deutschland darüber beraten wie man denn diese Sachen "mit Hilfe der deutschen Regierung"aus der Welt schaffen kann. Polen biete den Deutschen aktive Unterstützung für einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat an. Die Stimme Polens, also eines Landes welches durch die Nazis fast ausradiert worden war, spielt bei diesem Prozeß wahrhaftig eine gewichtige Rolle. Über diese beiden Punkte, welche auch zu einem Kaczynski - Merkel Pakt gehören könnten, halten wir Sie natürlich auf dem Laufenden. Neuere Artikel
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